Geringere Entscheidungsmacht vom Bauhandwerk im Bauprozess

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Foto: Roland Riethmüller

Bisher war es ziemlich klar, wer auf die Entscheidungen im Bauprozess Einfluss hatte. Doch dies wird sich in den nächsten Jahren deutlich verändern, denken viele Verantwortliche der Hersteller. Wenn jedoch die Architekten und Handwerker künftig im Entscheidungsprozess nicht mehr mitreden, wer wird dann künftig Einfluss auf die Kaufentscheidung nehmen? Eine aktuelle Untersuchung bescheinigt demnach vor allem dem Baustoff-Fachhandel einen entscheidenden Machtgewinn.

Wie wird sich der Einfluss der Marktteilnehmer bei Entscheidungen im Bauprozess in den kommenden fünf Jahren verändern? Diese Frage hat das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult kürzlich an 51 Entscheider aus Marketing und Vertrieb der Hersteller von Baustoff- und Installationsmaterialien gerichtet. Das Ergebnis erstaunt. Denn den Marktteilnehmern, die bisher die größte Entscheidungsmacht hatte, wird von den Herstellern demnach nur noch ein erheblich geringerer Einfluss auf Entscheidungen im Bauprozess zugetraut.

Trotz Ausschreibung und BIM entscheiden immer seltener die Architekten

So hatten seit 2013 vor allem die Planer und Architekten in früheren Umfragen die Nase vorn. Dadurch waren viele Marketingaktivitäten der Hersteller auch auf diese Berufsgruppe ausgerichtet. Außerdem haben Architekten seit jeher durch den Ausschreibungsprozess einen starken Einfluss auf den Entscheidungsprozess von Baustoffen und Installationsmaterialien. Auch gehören sie zu der Berufsgruppe, die am ehesten Building Information Modeling (BIM) positiv gegenüber eingestellt sind. Doch trotz dieser Voraussetzungen glauben nur zwölf Prozent der befragten Hersteller an einen wachsenden Einfluss. Mit 49 Prozent gehen sogar knapp die Hälfte von einem deutlichen Bedeutungsrückgang aus.

Bauhandwerk verliert führende Position bei Entscheidungen

Selbst das Bauhandwerk wird demnach deutlich an Bedeutung einbüßen müssen. Nur 14 Prozent erwartete einen stärkeren Einfluss, während 41 Prozent mit einem Rückgang rechnen. Und auch bei den Bauherren wird trotz steigender Recherchemöglichkeit im Internet nur noch mit eine Wachstumschance von acht Prozent gerechnet, während 47 Prozent der Hersteller einen weiter sinkenden Einfluss sehen.

Baustoff-Fachhandel wird das Rennen machen

Laut der Meinung vieler Hersteller wird vor allem der Baustoff-Fachhandel in den kommenden fünf Jahren die Entscheidungsmacht erhalten. Vor allem die Händler, die nach dem Amazon-Prinzip verkaufen, werden demnach gewinnen. Denn die schnelle Verfügbarkeit und eingeschränkte Auswahlmöglichkeit wird künftig die Entscheidung nachhaltig beeinflussen. Das setzt jedoch zwingend voraus, dass die Händler ihr Geschäft digitalisieren und erhöht gleichzeitig den Wettbewerb.

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………da wird mir Angst und Bange wenn ich an das derzeit überwiegend vorhandene „FACHPERSONAL“ der Baustoffhändler denke !!!!!!
Aber auch hier gilt:
Je unbedarfter die Kunden desto leichter lassen diese sich (ver)führen.
Da hilft dann auch angelesenes „Halbwissen“ aus dem Netz nicht weiter !!

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