Flexible Arbeitszeiten im Handwerk steigen

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Foto: Souza / pixelio.de

Arbeitgeber erwarten von ihren Angestellten vollsten Einsatz bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten. Doch im Gegenzug ermöglichen Sie den Arbeitnehmern immer häufiger flexible Arbeitszeitmodelle, damit es eine ausgeglichene Work-Life-Balance gibt. Denn letztlich ist auch für den Arbeitgeber ein zufriedener Mitarbeiter das höchste Gut zum eigenen Unternehmenserfolg. Eine Umfrage hat ergeben, dass im Handwerk immerhin nahezu jeder Fünfte in Teilzeit beschäftigt ist.

Heutzutage arbeiten beide Geschlechter in Vollzeit, auch wenn es wohlmöglich Familien mit Kindern sind. Dabei ist es für die Beschäftigten natürlich von großer Bedeutung, dass sich ihre Arbeitszeiten dieser Situation entsprechend anpassen. Möglichkeiten, dies in der Praxis umzusetzen, gibt es viele und immer öfter werden sie auch genutzt.

In Handwerksbetrieben herrscht oft ein familiäres Miteinander, wobei die Größe des Betriebes dabei eine wichtige Rolle spielt. Insbesondere in kleinen und mittleren Betrieben kann auf die individuellen Bedürfnisse der Angestellten eingegangen werden und die Arbeitszeit auf die persönlichen Umstände ausgerichtet werden.

Eine Umfrage des Ludwig-Fröhler-Instituts hat im Jahr 2012 bundesweit 5.000 Handwerksbetriebe daher genau zu diesem Thema befragt. Dabei kam heraus, dass fast alle Betriebe – 86 Prozent – ihren Beschäftigten ein familienorientiertes, flexibles Arbeitszeitmodell anbieten können. Dabei versteht sich natürlich von selbst, dass das praktikable Modell immer auch von der Größe des Handwerksbetriebes sowie deren Branche abhängt.

Bei den Bau- und Ausbauberufen beispielsweise sind Gleitzeitregelungen gänzlich undenkbar, weil dies durch Baustellen- und Montagetätigkeiten nicht umsetzbar wäre. Dafür sind jedoch Arbeitszeitkonten bei 46 Prozent der Befragten ein gängiges Mittel, den Arbeitnehmer seine Zeiten flexibel gestalten zu lassen.

Hinsichtlich der Betriebsgröße hat sich in der Umfrage gezeigt, dass vor allem große Betriebe die Anwendung von flexiblen Arbeitszeitmodellen wahrnehmen. Hier haben ausnahmslos alle Beschäftigten die Option auf eine Teilzeit-Regelung. Bei den kleinen und mittleren Betrieben sind es dabei vergleichsweise viel weniger. Aber allgemein betrachtet liegt die Teilzeit-Quote im Handwerk bei fast 19 Prozent. Dreiviertel aller Handwerkbetriebe setzt im Übrigen gezielte Maßnahmen ein, um Eltern zu fördern. Elternzeit ist hierbei mit 25 Prozent die weiterbreiteste Form, den Beschäftigten einen Wiedereinstieg in das Berufsleben zu ermöglichen.

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