Fukushima durch deutsche Bautechnik von Putzmeister gekühlt

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Putzmeister / Verladung der ersten Autobetonpumpe auf dem Stuttgarter Flughafen in die Antonov.

Seit Dienstag den 22.3.2011 fördert eine 58-Meter Großmastpumpe von Putzmeister Wasser zur Kühlung im Atomkraftwerk Fukushima. Vor wenigen Tagen hat sich die japanische Betreiberfirma entschieden, weitere vier Putzmeister Maschinen an den beschädigten Reaktorblöcken in Fukushima einzusetzen: Zwei Maschinen mit 62 m Höhe mit 6 Armen (M 62-6) und zwei Maschinen mit 70 m Höhe (M 70-5). Alle Maschinen stammen aus Deutschland. Die beiden 70 Meter-Pumpen werden von Baustellen aus den USA abgezogen. Die erste Maschine wurde mit einem Antonov Großraumflugzeug von Stuttgart nach Japan geflogen. Die weiteren Maschinen folgen in den nächsten Tagen. Zunächst werden sie wohl Wasser pumpen, später werden sie für evtl. Betonagen zum Einsatz kommen.

Die beiden gewählten Typen von Großmastpumpen zeichnen sich durch ihre enorme Reichhöhe von fast 62 bzw. 70 Metern sowie durch ihre besonders flexible Mastkinematik aus. Dadurch reicht der oberste Arm der Maste über die Gebäudekante der Reaktorgebäude von oben in das Gebäude hinein und kann so das Wasser dort einbringen, wo es benötigt wird.
Der M 62-6 beispielsweise ist durch seine 6 Arme wesentlich flexibler als ein vergleichbarer 5-Arm-Mast mit ähnlicher Reichweite. Die M 70-5 Autobetonpumpe ist die größte in Serie gebaute Autobetonpumpe der Welt. Sie ist auf einem Sattelauflieger montiert und wird von einer 500 PS Zugmaschine gezogen. Um das Gewicht von 80 t gleichmäßig zu verteilen besitzt das Fahrzeug 10 Achsen bei einer Gesamtlänge von 21,4 m.

Putzmeister hat bereits Erfahrung mit Reaktorunfällen. Bereits bei der Tschernobyl-Katastrophe half Putzmeister mit Betonpumpen. Nach dem tragischen Unglück im April 1986 hat die damalige Sowjetunion den explodierten Reaktorblock 4 des Tschernobyl-Kraftwerkes mit Beton und Stahl gesichert. Vier Autobetonpumpen mit Bleischutz, Videoüberwachung und Funkfernsteuerung hatte Putzmeister damals nach Tschernobyl geliefert. Zur Beton-Fernversorgung kamen drei Hochdruck-Stationärbetonbumpen um Einsatz.

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