Handwerk fordert mehr Grenzkontrollen

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Foto: Bernd Sterzl / pixelio.de

Unser grenzfreies Europa ist in vielerlei Hinsicht ein großer Erfolg. Dennoch gibt es immer wieder Stimmen, die sich darüber beklagen, dass fehlende Grenzen durchaus zu einer schlechten Sicherheitslage führen. Dies empfinden vor allem Handwerksbetriebe, die in Grenznähe angesiedelt sind und damit regelmäßig mit Kriminalität in Berührung kommen. Einzelne Politiker fordern daher inzwischen die Wiedereinführung gelegentlicher Einreisekontrollen an den Außengrenzen Deutschlands.

Europa ist eins, nicht nur hinsichtlich der Währung sondern insbesondere auch hinsichtlich der Grenzen. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen man sich bei Grenzüberschreitungen ausweisen musste. Dadurch ist vieles einfacher geworden, doch birgt es auch einige Gefahren. Speziell das Handwerk beklagt in diesem Zusammenhang immer wieder ein gestiegenes Aufkommen an Kriminalität. Dies belegen auch jährliche Umfragen zur aktuellen Sicherheitslage, die auch für dieses Jahre gerade durchgeführt wird. Positive Ergebnisse erwarten sich Fachleute jedoch leider nicht daraus.

Nach dem G-7-Gipfel im bayerischen Elmau fordern Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) und der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) ein eingeschränkteres Bewegen innerhalb Europas. Der Gipfel hat deutlich gemacht, dass Einreisekontrollen an deutschen Außengrenzen durchaus sinnvoll sein können, um Kriminalität zu reduzieren. Auch die Handwerkskammer Dresden zeigt sich erfreut über diesen Vorstoß, denn gerade in diesem Kammerbezirk leidet das Handwerk stark unter Kriminalität durch die an Deutschland grenzenden Nachbarn.

Seit vielen Jahren schon beklagt sich Ostdeutschland über die desolate Sicherheitslage innerhalb der Grenzregionen. So werden hier Betriebe immer wieder in großem Umfang durch Kriminalität finanziell geschädigt. So gaben im November 2014 immerhin 50 Prozent der befragten Handwerksbetriebe in Südbrandenburg und 40 Prozent in Ostsachsen an, dass sie sich in ihrer Region nicht sicher fühlen.

Die zunehmende Kriminalität in den betroffenen Regionen richtet nicht nur wirtschaftlichen Schaden bei einzelnen Betrieben an, sondern schadet auch gesamtheitlich dem Standort. Ob ein solch drastisch vorgehen, wie es Söder und Ulbig fordern nun der richtige Weg ist, bleibt natürlich erst einmal offen. Doch, dass etwas getan werden muss, um die Sicherheitslage in ganz Deutschland wieder zu erhöhen, ist absolut notwendig.

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