Hohe Baukosten durch Rahmenbedingungen

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Foto: Roland Riethmüller

Aufgrund einer gefühlten „Baukostenexplosion“ im Wohnungsbau wurde kürzlich die Baukostensenkungskommission von der Bundesregierung einberufen, die deren Kostentreiber analysieren sollte. Das Ergebnis wurde in der ZDB-Broschüre „Bauen heute: Wie weiter mit den Baukosten?“ zusammengefasst und führt die Baupreissteigerungen vor allem auf Preissteigerungen von einzelnen Baumaterialien, sowie insgesamt gestiegene Anforderungen an Umwelt- und Arbeitsschutz zurück.

Die größten Kostentreiber im Wohnungsbau sind neben der Verknappung von Bauland und den gestiegenen Baunebenkosten auch der Anstieg der energetischen Standards und überzogene technische Anforderungen. Zu diesem Ergebnis kommt die von der Bundesregierung eingesetzte Baukostensenkungskommission und widerspricht damit der einhelligen Meinung, dass primär die Bauleistung für den Anstieg der Baukosten verantwortlich seien. „Die Preise für Bauleistungen spielen beim derzeitig vielfach zu beobachtendem Preisanstieg von Immobilien kaum eine Rolle. Von einer Baukostenexplosion kann angesichts einer Baupreissteigerung von durchschnittlich gerade einmal 2% im vergangenen Jahr keine Rede sein. Die Hauspreise sind mit durchschnittlich über 4% deutlich gestiegen“, kommentiert der Präsident der Bayerischen Baugewerbeverbände Franz Xaver Peteranderl das Ergebnis. So sind vor allem einzelne Baumaterialien deutlich im Preis gestiegen und beeinflussen den Anstieg der Baukosten. Darüber hinaus sind es die kontinuierlich zunehmenden Anforderungen an Umweltschutz und Arbeitssicherheit, die die Baukosten insgesamt negativ beeinflussen. Auch die diversen Bürokratiepflichten, denen die Bauunternehmen auf der Baustelle nachkommen müssen, wirken sich negativ auf die Baukosten aus.

Im Rahmen der Präsentation der neuen Broschüre des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) „Bauen heute: Wie weiter mit den Baukosten?“ forderte Peteranderl die Bundesregierung auf, für eine wirksame Baukostenbremse die ausufernden Anforderungen für den Wohnungsbau einzudämmen. Außerdem müsse darauf geachtet werden, dass die Neubau- und Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der weiteren Umsetzung der Energiewende noch wirtschaftlich bleiben.

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