Innungsbetriebe im SHK-Handwerk führen

Bild zu: Innungsbetriebe im SHK-Handwerk führen
Foto: ZVSHK

Erstmals hat eine unabhängige Strukturanalyse die Leistungsfähigkeit von Handwerksbetrieben mit und ohne Innungszugehörigkeit verglichen. Dabei wurden teilweise signifikante Unterschiede festgestellt. So sind die Innungsbetriebe im SHK-Handwerk bei durchschnittlich doppelter Anzahl an Mitarbeitern auch fast doppelt so umsatzstark. Auch beim Qualifikationsniveau sowie bei der Anzahl der Ausbildungsbetriebe und Auftragsreichweite sind die Innungsbetriebe führend.

Das SHK-Handwerk beschäftigt aktuell und in Zukunft zwei großen Trendthemen: Zum einen sind rund 75 Prozent des Bestands an Heizungsanlagen technisch veraltet und bieten nicht zuletzt aufgrund der ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung deutliche Energieeinsparpotentiale. Zum anderen wird die Bevölkerung in Deutschland immer älter und pflegebedürftiger. So sind Energie und Demografie die zentralen Themen, denen sich das SHK-Handwerk in Zukunft stellen muss.

Doch sind die Handwerksbetriebe im SHK-Handwerk schon ausreichend dafür gerüstet? Dies hat die Strukturanalyse des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen im Auftrag des Zentralverbands Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) versucht zu ermittelt.

Das Ergebnis ist doch recht eindeutig. So sind die in der Innung organisierten SHK-Handwerksbetriebe fast doppelt so umsatzstark und beschäftigen fast doppelt so viele Mitarbeiter. Damit erwirtschaften 24.592 Innungsbetriebe im SHK-Handwerk mit 215.066 Beschäftigten einen Umsatz von 23,4 Milliarden Euro. Dem gegenüber stehen 27.345 Nichtinnungsbetriebe, die 128.181 Mitarbeiter beschäftigen und 14,3 Milliarden Euro umsetzen. Gleichzeitig liegt die in der Innungsmitglieder im SHK-Handwerk bei der eigenen Qualifikation sowie im Bezug auf die Anzahl der Ausbildungsbetriebe und die Auftragsreichweite deutlich vor den nicht in der Innung organisierten SHK-Fachbetrieben. „Die vertikalen und horizontalen Kooperationsformen in der SHK-Branche nehmen zu. Nur Betriebe mit hoher Leistungskompetenz, effizienten Prozessen und Services aus einer Hand werden die notwendigen Vorteile auf ihrer Seite haben und für die Bewältigung der künftigen Aufgaben ‚Demografie’ und ‚Energie’ besser aufgestellt sein“, bestätigt auch ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Elmar Esser.

Die Strukturanalyse über die Innungsbetriebe schafft erstmals eine einheitliche Datenbasis für das gesamte SHK-Handwerk mit den vier Berufsgruppen Installateur und Heizungsbauer, Kempner, Ofen- und Luftheizungsbauer sowie Behälter- und Apparatebauer. Damit bietet die Studie nicht nur zuverlässige Kennzahlen zur Beschäftigungs- und Absatzstruktur. Sie liefert darüber hinaus auch noch wertvolle Erkenntnisse zur Vergütung, der Preisgestaltung und Weiterbildung. Ferner werden in der 180 starken Studie auch Bilanzkennzahlen und soziodemografische Merkmale zur Struktur der Inhaber  in den Betrieben veröffentlicht.

Kommentare

0 0 votes
Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen?

Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

Das könnte Sie auch interessieren

Messen & Kongresse 2024

Der große Meistertipp-Kalender: Messen und Kongresse 2024 für Bauindustrie, Baugewerbe, Bauhandwerk und die Bauwirtschaft.

Newsletter

Verpassen Sie nichts mehr mit unserem kostenlosen Newsletter. So werden Sie frühzeitig über anstehende Veranstaltungen informiert und bleiben immer auf dem neusten Stand.

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.