Internationale Bauwirtschaft profitiert von deutscher Baukonjunktur

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Foto: Roland Riethmüller

Ein aktueller Branchenreport bescheinigt den internationalen Baukonzernen in Deutschland eine optimistische Zukunft, ausgelöst durch die anhaltend gute Baukonjunktur und steigende Infrastrukturinvestitionen. Daher bewerben sich hierzulande zahlreiche Anbieter aus dem In- und Ausland um Bauaufträge, was dem Land einen wahren Bauboom beschert. Insgesamt konnte die Bauwirtschaft diese Impulse sehr gut für sich nutzen. Das betrifft besonders mittelständige Unternehmen.Es gibt zwar nur ein deutsches Bauunternehmen, das sich unter den Top 50 der kapitalmarkt- und börsenorientierten Baukonzerne befindet, hat der aktuelle Deloitte-Report “European Powers of Construction 2016” ermittelt. Doch profitiert Deutschland vor allem von dem Umstand, dass sich sehr viele Anbieter um die Aufträge bewerben. Allerdings ist der Druck der Konkurrenz groß, so dass viele Bauunternehmen trotz der sehr guten Nachfrage ihren Profit nur langsam steigern können.Leichter Umsatzabfall der großen BaukonzerneIm Jahr 2016 sind die Umsätze der 20 größten Anbieter in Europa sogar leicht gefallen. Ihren Umsatz steigern konnten nur acht aus der Top-20-Liste. Nur die mittelständischen Unternehmen der Bauwirtschaft konnten die positiven Einflüsse auf die Bauwirtschaft besser für sich nutzen. Durch die ständige Nachfrage nach Immobilien sieht die Branche die Lage dennoch optimistisch. In den meisten europäischen Staaten steigen die Investitionen wieder. So ist der attraktivste Markt für Anbieter in der Baubranche immer noch Deutschland. Das zeigen auch die Kennzahlen und Investitionen. 2016 ergab gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um drei Prozent. “In diesem Jahr soll die Branche um 2,3 Prozent zulegen, 2018 wieder um 2,7 Prozent wachsen“, erklärt Franz Klinger, Partner Real Estate & Construction bei Deloitte. Die im Rahmen des internationalen Reports addierten Erträge aller erfassten Unternehmen ergaben einen Ertrag von 294,618 Milliarden Euro. Unterm Strich sind das zwei Prozent weniger als im Jahr 2015. An der Börse machte sich das auch bemerkbar, denn hier verzeichnete man einen Wert von auf 155,353 Milliarden Euro. Das sind insgesamt fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Doch die in Frankreich, Österreich und Schweden ansässigen Unternehmen konnten aufgrund ihrer positiven Zahlen die Negativperformance der britischen Wettbewerber mit Zahlen von minus 33 Prozent ein wenig ausgleichen.Die Franzosen liegen nach wie vor auf Platz einsDie größten Baukonzerne kommen jedoch immer noch aus Frankreich und belegen somit Platz eins, drei und fünf der Top 10. Sie haben die höchsten Umsätze. Dahinter folgen die Spanier. Einziger deutscher Vertreter in der Liste börsennotierter Bauunternehmen ist die Bauer Aktiengesellschaft.

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