Zum Tag der Verkehrssicherheit wurde darauf hingewiesen, dass die Zahl der Wegeunfälle im letzten Jahr gestiegen sei. Insgesamt sind die Arbeitsunfälle auf Baustellen zwar rückläufig, doch der Anstieg der Unfälle auf dem Weg zur Baustelle ist beunruhigend. Dabei sind die Ursachen vielfältig. Häufig liegt es an der nicht angepassten Fahrweise oder dem Unterschätzen von Gefahren. Ein besonderes Thema ist seit der Legalisierung auch Cannabis am Arbeitsplatz.
Zwar ist die Zahl der Arbeitsunfälle am Bau gesunken, dafür ist jedoch die Zahl der Wegeunfälle gestiegen. Darauf verweist die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau), die im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung auch für Wegeunfälle zuständig ist. So wurden alleine im Jahr 2023 rund 8.574 Unfälle erfasst. „Die Bauwirtschaft ist eine sehr mobile Branche, die Beschäftigten sind regelmäßig viel unterwegs, zu unterschiedlichen Einsatzorten“, erklärt Michael Kirsch, Hauptgeschäftsführer der BG Bau. „Entsprechend sind sie auch den Gefahren im Straßenverkehr ausgesetzt.“ Denn dabei spiegeln sich in den Zahlen auch die Verkehrsunfälle wider, bei denen im vergangenen Jahr 276 Unfälle mehr als im Vorjahr verzeichnet wurden. 18 Unfälle endeten sogar tödlich.
Vielfältige Gründe für die Steigerung der Wegeunfälle
Die Ursachen für die Unfälle sind vielfältig. Meistens wurde die Fahrweise nicht angepasst oder die Gefahren unterschätzt. Für mehr Sensibilisierung können Fahrsicherheitstrainings sorgen. Die BG Bau bietet deshalb entsprechende Fahrertrainings für ihre Versicherten an. Neu dabei sind auch Fahrradtrainings. Mit dem Seminar „Defensives Fahren“ sollen Fahrer und Fahrerinnen von Pkws und von Transportern für mehr Umsicht und Rücksicht sensibilisiert werden.
Wegeunfälle und Verkehrssicherheit – Keine Rücksicht bei Alkohol und Drogen
Der Tag der Verkehrssicherheit stand in diesem Jahr unter dem Motto „Nüchtern fahren, Leben bewahren“. In den Mittelpunkt gerückt werden damit die Herausforderungen durch Drogen und Alkohol. Die BG Bau verstärkt wegen der Cannabis-Legalisierung auch ihre Aufklärungsarbeit. Nur mit einem klaren Kopf kann man sich sicher auf einer Baustelle oder im Verkehr bewegen, ohne eine Gefährdung für sich und andere darzustellen, meinte Kirsch. Für die Verkehrssicherheit heißt es deshalb, null Toleranz zu Drogen und Alkohol, um Wegeunfälle zu reduzieren. Den Unternehmen wird geraten, zum Thema Cannabis betriebliche Regeln einzuführen. Umfangreiche Informationen zum Thema Cannabis in Verbindung mit Wegeunfällen und Verkehrssicherheit können kostenlos abgerufen werden.

















