Mehrheit hält Bundesregierung für Ausbremser der Energiewende

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Foto: KfW-Bildarchiv / photothek.net

Die mangelnde Förderung von erneuerbaren Energien steht der Energiewende im Weg. Dieser Ansicht ist ein Großteil der Bevölkerung und sieht zu fast zwei Drittel die Bundesregierung mit ihrer Energiepolitik als Ausbremser der Energiewende. Bemängelt wird vor allem, dass fossile Brennstoffe immer noch günstiger als der grüne Strom sind. Dadurch fehlen die Anreize zum Umstieg auf erneuerbare Energien.

Knapp zwei Drittel der Deutschen geht die Energiewende im privaten Heizungskeller nicht schnell genug voran. Als Grund sehen sie die Politik der Bundesregierung und ihre mangelnde Bereitschaft zur Förderung des Umstiegs von fossilen auf erneuerbare Energien. So halten daher 62 Prozent der Befragten die Bundesregierung für die Ausbremser der Energiewende.

Mehrheit der Deutschen begrüßt die ambitionierten Klimaziele

Denn gleichzeitig sind 80 Prozent der Deutschen mit den Klimazielen grundsätzlich einverstanden und halten die CO2-Einsparungen für wichtig. Dies ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron unter 1.000 Bundesbürgern.

„Der andauernde Streit um die Verabschiedung des ‚Klimaschutzplan 2050’ zwischen Umweltministerium, Wirtschaftsministerium und Kanzleramt ist ein neuerliches Signal der Verunsicherung für die deutschen Haushalte“, bestätigt Stiebel-Eltron-Geschäftsführer Rudolf Sonnemann und verweist auf die Verpflichtung zum Ausstieg aus der fossilen Energie. „Wegen der langen Nutzungsdauer von Öl- und Gasheizungen müssen die Weichen für die grüne Energiewende im Heizungskeller jetzt gestellt werden. Der künstlich verteuerte Preis für grünen Strom ist jedoch ein Stolperstein, den die Politik zügig aus der Welt schaffen sollte.“

Fehlender Anreiz zum Umstieg auf erneuerbare Energien

Für Verbraucher fehlt nach wie vor der große Anreiz heute schon auf erneuerbare Energien umzusteigen. So halten es 71 Prozent der Verbraucher für kontraproduktiv, wenn die Bundesregierung auf dem Weltklimagipfel in Paris das Ende der fossilen Energien wie Öl, Kohle und Gas verspricht. Dann jedoch gleichzeitig die “grüne Energie” mit staatlichen Abgaben derart verteuert, dass sie teurer als die fossilen Brennstoffe ist.

Die Verbraucher fordern mehrheitlich eine Verlagerung der staatlich regulierten Kosten der Energiewende auf klimaschädliche Energien und eine Senkung beim grünen Strom. So würden 70 Prozent begrüßen, wenn die Kosten aufgrund des geringen Ölpreises auf alle Energiearten verteilt werden, was den Strompreis positiv beeinflussen würde. Denn mit 58 Prozent hält über die Hälfte der Befragten den Strompreis für zu teuer, um auf klimafreundliche Heizsysteme mit Wärmepumpentechnik beispielsweise umzusteigen.

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