Meisterprüfung erhält Rückhalt durch Politik

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Foto: Roland Riethmüller

Vergangene Woche hat sich der Deutsche Bundestag klar zur Meisterprüfung und zum Meistertitel ausgesprochen. Damit steht die Politik mit Bundesregierung, Bundesrat und Bundestag mehrheitlich hinter dem Meisterbrief als qualifikationsgebundenem Berufszugang zum Handwerk.

Auf einer der letzten Plenarsitzungen in diesem Jahr haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestags mit großer Mehrheit fraktionsübergreifend mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und den Grünen für den Entschließungsantrag „Der deutsche Meisterbrief – erfolgreiche Unternehmerqualifizierung, Basis für handwerkliche Qualität und besondere Bedeutung für die duale Ausbildung“ gestimmt. Damit wurde dem Antrag der Regierungsfraktionen entsprochen, das Handwerk und seine Selbstverwaltung weiter zu stärken. Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerk (ZDH), Hans Peter Wollseifer sieht sich bestätigt und verspricht: „Das Handwerk wird so gestärkt an seinem Ziel festhalten, durch hohe Qualifikationsstandards für Ausbildung, Qualität und Verbraucherschutz bei handwerklichen Leistungen in Deutschland zu sorgen.“

Schließlich trägt das Handwerk mit der Meisterprüfung und dem Meisterbrief entscheidend zur Fachkräftesicherung und europaweit niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit bei. Die Ausbildungsquote liegt immerhin mit acht Prozent doppelt so hoch als in anderen Branchen. 95 Prozent der Auszubildenden beginnen ihre Berufslaufbahn in meisterpflichtigen Gewerken und wechseln später als hochqualifizierte Fachkräfte in andere Wirtschaftsbereiche.

Mit dem klaren Bekenntnis stärkt die Politik der abgeschlossenen Meisterprüfung mit dem Meistertitel als Voraussetzung für die Ausübung eines Handwerksberufs gerade jetzt den Rücken, wo die EU die Zulassungsbeschränkungen evaluiert. „Der Entschließungsantrag ist ein eindeutiges und unumkehrbares Signal an die EU-Kommission. Wir freuen uns über den großen Rückhalt, den das Handwerk in der deutschen Politik spürt“, freut sich Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein. So müsse das deutsche Ausbildungssystem mit Meisterprüfung und Meisterbrief als „Best-Practice-Beispiel“ gelten und dürfe nicht unter dem Deckmantel der Deregulierung ausgehöhlt werden.

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