Neue Auftragschancen für das Bauhandwerk durch Umdenken

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Fukushima und der geplante Atomausstieg birgt große Chancen für das Bauhandwerk. Diese Meinung teilt auch Detlef Bade, Kammervizepräsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und möchte mit einem Energiesparwettbewerb auf das große Potential hinweisen. Vor allem der Ausbau der Solar- und Windkraft, aber auch die Förderung der Energieeffizienz bieten dem Bauhandwerk teilweise erhebliche Auftragschancen.

Rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und circa ein Drittel der schädlichen CO2-Emmissionen betreffen Gebäude. Folglich liegt in dem Bereich ein gewaltiges Marktpotential für das Bauhandwerk, das kurz- und mittelfristig zu einem Auftragsschub sorgen wird. Dabei erhöht der bestehende Modernisierungsbedarf die großen Auftragschancen zusätzlich: „Rund drei Viertel aller Wohngebäude wurden vor 1978 und damit vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet“, erklärt Bade und macht damit deutlich, welches Potential hier schlummert. In vielen dieser Gebäude ist eine energetische Sanierung oder der Ersatzbau notwendig, wodurch das große Potential für Energieeinsparungen und die Reduzierung der Treibhausgase deutlich wird. Denn aktuell verbrauchen unsanierte Gebäude zuviel Energie, verursachen hohe Kosten und schaden der Umwelt. Das Bundesbauministerium geht sogar davon aus, dass durch fachgerechte Sanierung und modernisierte Gebäudetechnik rund 80 Prozent der Energiekosten eingespart werden können. So wird das Auftragspotential des Modernisierungsmarkts durch die ehrgeizigen Energieeinsparziele zusätzlich stimuliert. „Nach einer aktuellen Marktstudie beläuft sich das Marktvolumen im Bereich der energetischen Gebäudesanierung, insbesondere der Wärmedämmung sowie Dach-, Heizungs- und Fenstermodernisierung, auf jährlich rund 24 Milliarden Euro“, erklärt Bade und unterstreicht noch einmal die hohe Bedeutung der Fördermittel als Investitionsanreiz. „Die Mittelkürzungen der Bundesregierung im CO2-Gebäudesanierungsprogramm in 2010 und 2011 waren daher kontraproduktiv“, sagt Bade, „für die Zukunft fordern wir eine Anhebung und Verstetigung der Fördermittel auf mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr.“

Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade möchte mit dem Energiesparwettbewerb auf die Themen Energieeffizienz, Energieverbrauch und Energieeinsparung hinweisen und die Handwerksbetriebe dafür sensibilisieren. Der Wettbewerb wird zum fünften Mal zusammen mit der Volksbank eG Braunschweig Wolfenbüttel ausgeschrieben und soll die Betriebe anregen, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Daher sei die Vorbildwirkung ein entscheidendes Bewertungskriterium, beton Eckhard Sudmeyer, Geschäftsführer der Handwerkskammer.

Mit dem Energiesparwettbewerb, der in diesem Jahr in seine fünfte Runde geht, will die Handwerkskammer die Betriebe auf die Marktchancen rund um den Energiemarkt aufmerksam machen. „Durch den Wettbewerb wollen wir Handwerksbetriebe gezielt für die Themen Energieverbrauch, Energieeffizienz und Energieeinsparung sensibilisieren und anregen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen“, erklärt Eckhard Sudmeyer, Geschäftsführer der Handwerkskammer. Die Vorbildwirkung der Wettbewerbsbeiträge sei daher ein entscheidendes Kriterium bei der Bewertung.

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