Positiver Ausbildungstrend statt Fachkräftemangel

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Foto: Handwerkskammer zu Leipzig

Bereits im vergangenen Jahr zeichnete sich eine durchaus positive Entwicklung im Bereich Berufsausbildung in deutschen Bauunternehmen ab. Im Ausbildungsjahr 2010/2011 war deutlich zu sehen, dass immer mehr Betriebe wieder ausbilden und dies unter anderem auch als Chance sahen, den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Im aktuellen Ausbildungsjahr 2011/2012 setzt sich dieser sehr gute Trend weiter fort.

Da der Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt, besonders auch bei den deutschen Bauunternehmen, nach wie vor ein großes Problem für die Betriebe darstellt, werden immer mehr Lehrverträge geschlossen. Die Unternehmen sehen in den Jugendlichen potenzielle Kandidaten, um den vorherrschenden Mangel an qualifiziertem Personal zu verringern. In dem die Betriebe immer mehr Auszubildende einstellen, können sie sich selbstverständlich ganz einfach ihre eigenen Fachkräfte schaffen. Denn nur allzu oft, bleiben die Jugendlichen auch nach der erfolgreich bestandenen Gesellenprüfung in den Unternehmen als Festangestellte erhalten.

Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2011/2012 wurden gut 12.200 neue Lehrverträge geschlossen. Dies entspricht einer Steigerung von 2,1 „ gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung war bereits im Herbst 2011 vorhersehbar. Damals hatte eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)  erkennen lassen, dass die Ausbildung als Investition in die Zukunft gesehen wird. 54 % der befragten Betriebe gaben an, die Lücke an qualifizierten Fachkräften durch die Einstellung von Auszubildenden schließen zu wollen. Denn 41 % der Befragten hatten Schwierigkeiten offene Stellen innerhalb von zwei Monaten zu vergeben. Fünf Jahre zuvor lag diese Zahl gerade einmal bei 27 %. Auch die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit unterstützen diese Aussagen. Anfang 2012 zeigt die Arbeitsmarktstatistik, dass die vakanten Stellen für Baufacharbeiter um 7,4 % gestiegen sind gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der arbeitslosen Baufacharbeiter dagegen liegen um 19,7% unter dem Wert des Vorjahresniveaus.

Viele Bauunternehmen sehen den Fachkräftemangel als wirtschaftliche Gefahr für ihren Betrieb. Ohne entsprechendes Personal wird über kurz oder lang auch der Geschäftsbetrieb gefährdet sein. Insbesondre Tiefbauunternehmen leiden unter der Situation. Für sie ist es immens schwer Nachwuchs zu finden. Die Zahl der neuen Lehrverträge ist gegenüber dem Trend um 0,9 % gesunken.

Die Investition in Lehrlinge ist und bleibt die Basis, um sich gegen den Fachkräftemangel hinweg auf dem Markt zu behaupten. Nur durch genügend Neuzugänge kann das Wissen weitergegeben werden und damit auch im Unternehmen erhalten bleiben. Denn fest steht ganz klar: Bereits heute ist ein Viertel der gewerblichen Arbeitnehmer über 50 Jahre alt. Das bedeutete gleichzeitig, dass ein steigendes  Durchschnittsalter in den Betrieben auch die Gefahr mit sich bringt, dass das gesamte Fachwissen irgendwann mit einem Mal komplett weg ist. Dann nämlich, wenn diese Arbeitnehmer altersbedingt aus ihrem Berufsleben ausscheiden und nicht ausreichend Nachwuchs vorhanden ist, der das Fachwissen wiederum weitergeben kann.

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