Vor allem Not oder Geiz sind die treibenden Ausschlaggeber für die Deutschen, den Staat bei der Auftragsabrechnung zu hintergehen. Eine aktuelle Immowelt-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass ein Drittel der Deutschen keine Skrupel kennt, um Geld zu sparen. Zwei Drittel der Deutschen lehnt jedoch Schwarzarbeit kategorisch ab. Vor allem die Besserverdiener und Beamte zahlen bereitwillig die Steuern und Sozialabgaben.
Gute Handwerksleistung hat seinen Preis. Wenn dann aber darauf noch Steuern zu entrichten sind, ist der eine oder andere private Auftraggeber geneigt, die Abrechnung nicht über die Bücher laufen zu lassen. Dass dieses Verhalten den Staat und die ehrlich arbeitenden Handwerksbetriebe schadet, führt zwar bei den meisten zu Schuldgefühlen. Dennoch gibt ein Drittel der Befragten an, durchaus Schwarzarbeit zu nutzen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von Immowelt, einem der führenden Immobilienportale in Deutschland.
Oft erfolgt die Schwarzarbeit aus einer finanziellen Notlage heraus. So geben durchschnittlich 22 Prozent der Befragten an, sich anders den Auftrag nicht leisten hätte können. Vor allem bei niedrigerem Einkommen macht sich dies deutlich. Hier geben 38 Prozent an, Schwarzarbeit zu unterstützen. Bei Besserverdienern sind es dagegen nur 25 Prozent und bei Beamten sogar nur 17 Prozent.
Auch hinsichtlich eines fehlenden Unrechtsbewusstseins für Schwarzarbeit liegt der Wert der Beamten mit 4 Prozent unter dem Durchschnitt mit 11 Prozent. Bei den Besserverdienern sprechen sich sogar 38 Prozent dafür aus, Schwarzarbeit in Anspruch zu nehmen.

















