Steigende Baukonjunktur stärkt Nachfrage nach Fachkräften

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Foto: Roland Riethmüller

Aufgrund der steigenden Baukonjunktur im Herbst können viele Aufträge kaum bis Jahresende abgewickelt werden. So gibt es einige Gewerke, die jeweils im letzten Quartal des Jahres bis zu 16 Prozent mehr Aufträge verzeichnen. Dieser „goldene Herbst“ steigert die Auftragsreichweite der Betriebe und führt dazu, dass viele Aufträge auch erst im kommenden Jahr ausgeführt werden können.Aufgrund der steigenden Baukonjunktur steuert das Handwerk auch im kommenden Jahr wieder auf ein Auftragshoch zu. Die hohe Nachfrage nach Fachkräften, die sich bereits im Herbst ankündigte, wird sich weiter fortsetzen. Die niedrigen Zinsen und die Androhungen der Banken auf Strafzinsen für Guthaben verleiten die Menschen zu verstärkten Investitionen in die Werterhaltung von Immobilien. Die Auftragsbücher der Betriebe im Baugewerbe sind daher randvoll und die Handwerker auf lange Sicht ausgebucht. Wer auf der Suche nach kurzfristigen Terminen ist, muss Geduld mitbringen. Die meisten Terminkalender sind nach Aussage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) für die nächsten elf Wochen absolut gefüllt. Doch welche Handwerker zum Jahresende besonders nachgefragt werden, hat nun das Handwerksportal MyHammer in einer Analyse von 350.000 Aufträgen des jeweils vierten Quartals der vergangenen drei Jahre ermittelt.Handwerker für den Innenbereich stehen hoch im KursDa in den kalten Wintermonaten Dachdecker und Maurer nur eingeschränkt tätig sein können, bezieht sich die gesteigerte Nachfrage primär auf den Innenausbau. Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten lassen sich dort auch dann ausführen, wenn das Wetter kalt und nass ist. So erfahren mit rund 16 Prozent über dem Durchschnitt des Gesamtjahres Elektriker den höchsten Anstieg zum Jahresende. Besonders im Bereich der Elektrotechnik herrscht im letzten Quartal des Jahres Hochkonjunktur. Doch auch SHK-Installateure profitieren von einem Anstieg um 12,7 Prozent und Treppenbauer und Betriebe aus dem Innenausbau von jeweils 6,0 Prozent. Doch auch bei Parkett- und Bodenleger steigt die Nachfrage um 3,1 Prozent.Hohe Nachfrage auch im kommenden JahrDie vollen Auftragsbücher sprechen eine deutliche Sprache, wenn sich der jährliche Höchststand der Handwerksleistungen auf den Herbst und das Jahresende verschiebt. Da die Handwerker aufgrund der gesteigerten Nachfrage den Bedarf an Arbeitsleistungen kaum decken können, setzt sich der Trend auch im nächsten Jahr fort. Die steigende Baukonjunktur beschert ein Auftragsplus, das langfristig nur durch Neueinstellungen gedeckt werden kann. Aufgrund saisonaler Nachfrage im Baubereich ist daher davon auszugehen, dass sich der Anstieg in der Baukonjunktur im nächsten Jahr nicht nur auf den Innenausbau beschränkt, sondern allgemein wachsen wird.Treppenbauer und Raumausstatter sind zum Jahresbeginn noch begehrterTendenziell steigt der Bedarf an Raumausstattern und Treppenbauer jeweils zum Jahresbeginn an, Das wird auch im nächsten Jahr so sein. Somit können sich die Handwerker und Betriebe auf die gesteigerte Nachfrage rechtzeitig einstellen, damit die zu erwartende Auftragszahl perfekt koordiniert werden kann. Immer mehr Betriebe gehen auf die Suche nach Fachkräften, da sie aufgrund der gesteigerten Auslastung ansonsten an ihre personellen Grenzen stoßen. Eine Vielzahl von Betrieben ist über Wochen hinweg zwischen 85 und 100 Prozent ausgelastet. Da der Trend anhaltend ist, versuchen Handwerksbetriebe der Vielzahl der Aufträge mithilfe einer Personalaufstockung zu begegnen. Die gesteigerten Auftragszahlen sind nicht regional beschränkt, sondern zeigen sich in der gesamten Bundesrepublik. Ob in ländlichen oder städtischen Bezirken, die Auftragsbücher sind überall randvoll.

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