Wachsender Trend zum Keller

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Foto: GÜF/Glatthaar

Der Bau mit Keller galt lange Zeit als hoher Kostenfaktor, der immer wieder dazu führte, dass Bauherren sich gegen den Bau eines Kellers entschieden. In Zeiten von knappem Angebot an Grundstücken und deren Größe findet jedoch langsam ein Umdenken statt. Denn längst wird der Keller nicht mehr nur als Abstellkammer genutzt, sondern immer häufiger auch als neue Wohnoase. Wer sich also für den Keller als Wohnraum entscheidet, gewinnt trotz des höheren Baupreises, muss sich jedoch ganz klar an Vorlagen halten, die es zu erfüllen gilt.

Aus früheren Jahren kennen viele noch den berüchtigten Partykeller der Eltern oder Großeltern. Diese Generation hatte damals schon erkannt, dass ein Keller nicht immer nur als Abstellraum dienen muss, sondern den Bewohnern wesentlich mehr Möglichkeiten bietet. Was früher der Partykeller war ist heute beispielsweise der Fitnessraum oder das private Heimkino.

Keller steigert die Baukosten um 20 Prozent

Jeder weiß, dass der Bau eines Kellers gegenüber dem normalen Hausbau die Kosten empfindlich erhöht. Dirk Wetzel, Vorsitzender der Gütergemeinschaft Fertigkeller (GÜF), hält die Zahlen fest: „Ein moderner Fertigkeller mitsamt Innenausbau erhöht die Baukosten für ein überirdisch zweigeschossiges Haus um rund 20 Prozent, steigert zugleich aber die gesamte Wohnfläche um komfortable 40 Prozent – eine Bilanz, bei der kein anderes Stockwerk mithalten kann.“

Höhere Wohnfläche durch den Keller

Gerade in Zeiten, in denen Bauland immer knapper wird, überlegen viele Bauherren, wie sie mit dem Mangel an Fläche am besten umgehen. Ein Bauen in die Höhe ist für viele dafür immer wieder die Lösung. Wer sich jedoch für den Bau eines Kellers als Wohnraum entscheidet, hat sich an Vorgaben, die von Bundesland zu Bundesland variieren, zu halten. Zu diesen Vorgaben zählen insbesondere eine ordentliche Dämmung der Wände samt abgestimmter Konstruktion hinsichtlich Energieeinsparverordnung, sowie eine ausreichende Belüftung und genügend Tageslicht.

Hohe Anforderungen an Keller

Neben den verschiedenen Vorgaben innerhalb der Bundesländer gilt es selbstverständlich auch, die Gegebenheiten des Grundstückes selbst zu berücksichtigen. Laut GÜF kann man beispielsweise bei einem Haus in Hanglage problemlos für lichtdurchflute Kellerräume sorgen. Etwas schwieriger wird es da schon bei unterirdischen Kellern. Am Ende ist jedoch alles möglich, was die Umstände zu lassen. Dazu gehören Lichtfluter und Lichtschächte genauso wie Tür- und Fensterfronten zu großen Lichthöfen.

Eine weitere Herausforderung stellt des Weiteren die Belüftung dar. Hier geht der Trend immer häufiger zu modernen Be- und Entlüftungsanlagen, die vor allem auch für Allergiker gegenüber dem normalen Lüften wesentliche Vorteile bringen.

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