Der Markt für Wärmepumpen, energetische Sanierungen und serielle Gebäudemodernisierung wächst zunehmend und eröffnet Bauunternehmen sowie Handwerksbetrieben neue Geschäftschancen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft wurden. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach klimafreundlichen Sanierungslösungen deutlich. Vor allem im Bereich Gebäudesanierung, Wärmeplanung und energieeffizientes Bauen entwickelt sich ein wachsender Zukunftsmarkt. Dennoch bremsen politische Unsicherheit, wechselnde Förderbedingungen und fehlende Planungssicherheit viele Hauseigentümer weiterhin bei Investitionen aus.
Die Wärmewende im Gebäudesektor gewinnt spürbar an Dynamik. Neue Zahlen zeigen, dass Wärmepumpen erstmals Gasheizungen bei den Verkaufszahlen überholt haben, während gleichzeitig die Nachfrage nach energetischen Sanierungen und kommunalen Wärmeplanungen steigt. Doch trotz hoher Akzeptanz für erneuerbare Energien bremsen politische Unsicherheit, wechselnde Förderbedingungen und fehlende Orientierung viele Hauseigentümer weiterhin aus. Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe eröffnet sich damit ein wachsender Markt, allerdings unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen. So zeigt der aktuelle Trendreport Wärmewende 2026 der Beratungsplattform co2online, dass 93 Prozent der befragten Hauseigentümer den Ausbau erneuerbarer Energien für wichtig halten. 86 Prozent befürworten den Austausch alter Heizsysteme. Fast die Hälfte der Befragten hat bereits in den vergangenen zwölf Monaten saniert, weitere Eigentümer planen Investitionen. Besonders gefragt bleiben Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen. Gleichzeitig zeigt die Umfrage aber auch, dass viele Sanierungsprojekte trotz grundsätzlicher Bereitschaft verschoben werden. Hauptgründe sind Unsicherheit über politische Vorgaben, schwankende Förderbedingungen und fehlende Planungssicherheit. Das bestätigt auch die Deutsche Energie-Agentur (dena) mit aktuellen Marktzahlen. Im Jahr 2025 wurden erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft. Rund 48 Prozent aller neu installierten Heizungen entfielen auf Wärmepumpen, während Gasheizungen nur noch auf 44 Prozent kamen. Insgesamt wurden etwa 299.000 Wärmepumpen verkauft. Gleichzeitig stieg die Zahl geförderter Maßnahmen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude deutlich an.
Politische Unsicherheit bleibt großes Problem für die Wärmewende
Besonders kritisch sehen viele Eigentümer die politische Lage rund um die Wärmewende. Laut co2online fühlen sich 62 Prozent der Befragten durch wechselnde politische Rahmenbedingungen verunsichert. „Wo Regeln als wechselhaft erlebt werden, wird aus ‚Ich plane‘ schnell ‚Ich warte'“, erklärt Nadine Walikewitz, Research-Leiterin bei co2online. Auch die Vertrauenswerte gegenüber der Bundesregierung bleiben niedrig. Nur knapp ein Viertel der Befragten vertraut staatlichen Stellen bei der Beratung zur Wärmewende. Dagegen genießen Energieberater, wissenschaftliche Institute und Handwerksbetriebe deutlich höheres Vertrauen. Daraus ergibt sich für das Handwerk eine zentrale Rolle. Bei der Umsetzung von Sanierungen vertrauen 85 Prozent der Eigentümer den Fachbetrieben. Gleichzeitig zeigt sich aber auch Nachholbedarf bei der Beratungsqualität. „Das zeigt: Viele Betriebe überzeugen durch Kompetenz, aber es gibt auch negative Erfahrungen. Bei der Beratung brauchen Handwerksbetriebe noch mehr Unterstützung“, so Walikewitz.
Wärmepumpen und serielles Sanieren gewinnen an Bedeutung
Neben dem Wärmepumpenmarkt entwickelt sich auch die serielle Sanierung zunehmend zu einem wichtigen Geschäftsfeld. Laut dena wurden im Jahr 2025 erneut mehr als 1.000 Förderanträge für Sanierungsprojekte mit vorgefertigten Fassadenelementen bewilligt. Besonders bei Mehrfamilienhäusern gewinnt diese Bauweise an Bedeutung. Nach Schätzungen der dena eignen sich rund 30 Prozent aller Bestandsgebäude für serielle Sanierungen. „Das Heizen mit Wärmepumpen wird zunehmend angenommen und mit dem seriellen Sanieren steht der nächste Effizienzmarkt vor dem Durchbruch“, bestätigt Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, und sieht darin einen wichtigen Schritt für die Bauwirtschaft. Gleichzeitig mahnt sie stabile Rahmenbedingungen an: „Entscheidend sind jetzt ein verlässlicher regulatorischer Rahmen und eine stabile Förderlandschaft, um die Marktentwicklung von Wärmepumpen und Sanierungsmaßnahmen weiter zu unterstützen und Investitionssicherheit zu erhöhen.“


















Jede neu installierte Wärmepumpe wird NICHT mit „erneuerbarem Strom“ betrieben. Denn 2025 kamen von den 437,5 Terawatt in Deutschland erzeugtem Strom nur 58,8 % von „Erneuerbaren“ wie Wind- PF – Wasserkraft oder Biogasanlagen. D.h. 41,2 % unseres Stroms stammte aus Kohle-oder Gaskraftwerken ! Um dieses Delta zu schließen, müssten zusätzlich rechnerisch 27.000 neue Windräder aufgestellt werden. Und um 40 Mio.Öl-u.Gasheizungen durch Wärmepumpen zu ersetzen, müssten rechnerisch nochmal zusätzlich 54.000 neue Windräder aufgestellt werden.
Die „Klimaneutralität bis 2045“ ist eine teures Märchen, wobei das dem Weltklima sowieso NULL-KOMMA-NULL bringt, da wir Deutschen nur mit 1,5 Prozent am „vom Menschen gemachten C02“ beteiligt sind.