Wirkungslose Mietpreisbremse – kaum bezahlbarer Wohnraum

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Foto: Roland Riethmüller

Wohnungen für Studenten sind in Deutschland knapp. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Das geht aus dem Studentenwohnpreisindex hervor. Der Grund dafür sind zu hohe Mieten, weil es zu wenig passende Wohnungen gibt. Besonders schlimm ist, dass innerhalb der letzten zwei Jahre die Mieten drastisch angestiegen sind und deshalb für Studenten kaum noch bezahlbarer Wohnraum vorhanden ist.

Für Studenten gibt es in Deutschland kaum noch bezahlbare Wohnungen. Das geht aus dem Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und der Deutschen Real Estate Funds (DREF) in Kooperation mit ImmobilienScout24 hervor. Besonders teuer sind Studentenwohnungen in München. Hier kostet eine 30 Quadratmeter-Wohnung mit Einbauküche in der Nähe der Uni 634 Euro warm im Monat. Gegenüber dem Jahr 2010 ergibt das eine Preissteigerung von 30 Prozent. Noch stärker sind die Mieten in Berlin gestiegen. Hier müssen 42 Prozent mehr für die Mieten ausgegeben werden. Allerdings liegt die Miete hier bei 416 Euro. Günstig leben die Studenten in Leipzig. Die Miete liegt hier bei 322 Euro. Aber auch dort ist ein starker Preisanstieg zu verzeichnen, auch wenn dieser nur bei 21 Prozent liegt.

Mieten steigen trotz Mietpreisbremse

Besonders auffällig ist allerdings, dass in den letzten zwei Jahren die Mieten besonders gestiegen sind und das trotz Mietpreisbremse. Der Grund dafür liege bei den in die Städte zugezogenen ausländischen Fachkräften und jungen Berufstätigen, erklärt der IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer in einem Gespräch.

Es gibt kaum bezahlbaren Wohnraum

Bezahlbare Wohnungen sind nach wie vor knapp und neue werden kaum gebaut. Insgesamt wurden 15 Städte betrachtet. Dabei stellte sich heraus, dass nur die Hälfte des gebrauchten Wohnraums gebaut wurde. In Berlin, München und Stuttgart waren es sogar nur 40 Prozent. Besonders brisant ist die Situation auch deshalb, weil in den Ballungsgebieten bezahlbarer Wohnraum fehlt, der auch WG-tauglich ist. Benötigt werden hier zwei- und Dreizimmerwohnungen. Ein Ende aus dieser Misere ist nicht in Sicht. Weiterhin bleibt der Markt für Wohnungen an Studenten für Investoren attraktiv. Damit endlich mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann, sind nun die Städte gefordert. Es muss eindeutig mehr Bauland aktiviert und entsprechend ausgewiesen werden.

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