Wohnungsbau staatlich gebremst

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Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

In Deutschland ist es um den privaten Wohnungsbau grundsätzlich immer noch gut gestellt. Schließlich ist er die treibende Kraft in der Bauwirtschaft. Doch die Situation könnte noch wesentlich besser sein, gäbe es nicht die staatlichen Restriktionen, die dafür sorgen, dass die eine oder andere Investition eben nicht in Wohnimmobilien geht. Nur eine Änderung seitens der Politik könnte hierbei Abhilfe schaffen.

Jammern kann man natürlich immer und uns Deutschen wird ja gerne nachgesagt, dass wir das besonders gut können. Im Grunde möchte man sich ja auch gar nicht beschweren, immerhin steht Deutschland im europaweiten Vergleich wirklich ausgesprochen gut da, wenn es um die wirtschaftliche Lage geht. Auch im Bausektor. Dennoch muss man einmal kritisch betrachten, dass es noch besser sein würde, wenn die staatlichen Bedingungen anders wären.

Leider lässt sich schwer leugnen, dass die steuerlichen Rahmenbedingungen für interessierte Investoren in Deutschland nicht unbedingt attraktiv sind. Während bis zum Jahr 1995 noch 58 Prozent der Kosten von Bauherren und Käufern steuerlich angebracht werden konnten, sind es seit 2006 gerade einmal noch zwei Prozent im Jahr. Das ist im Grunde kaum der Rede wert. Vor allem, wenn man mal bedenkt, dass der jährliche Satz für den realen Wertverlust durch technische Abnutzung, Alterung und Inflation laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) bei lediglich vier Prozent liegt. Die Attraktivität für die Investition in Wohnimmobilien ist also nicht sonderlich hoch.

Besonders alarmierend ist dieser Zustand, wenn man sich einmal klar macht, dass es insbesondere in Ballungsgebieten einen akuten Wohnungsmangel gibt. Dieser führt nicht nur zu einem Unterangebot an Wohnungen, sondern gleichzeitig zu extrem hohen Mietpreisen. Würde der Staat hier seine Abschreibungssätze anpassen und die Bedingungen damit verbessern, würde dies ganz sicher auch eine steigende Investition innerhalb des Wohnungsbaus mit sich bringen.

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