Die deutsche und österreichische Wirtschaft sind besorgt, dass es zukünftige zu negativen Auswirkungen auf die Kreditfinanzierung von Unternehmen kommen kann. Nach Meinung beider Partner hängt das sowohl mit den erhöhten Eigenkapitalforderungen durch die Banken, als auch mit den neuen Liquiditätsbestimmungen zusammen. Daher kommt man zu der Feststellung, dass Nachbesserungen für die Unternehmensfinanzierung unerlässlich sind.
Im Rahmen eines Gesprächs zum Reformpaket Basel III in Brüssel, trafen sich verschieden Vertreter aus der deutschen und österreichischen Wirtschaft sowie Abgeordnete des EU-Parlaments. Dabei wurde insbesondere von den Wirtschaftsorganisationen darauf hingewiesen, dass weder die derzeitige Finanzmarktunruhe als auch die Finanzkrise in 2008/2009 mit der Kreditfinanzierung der Unternehmen in Zusammenhang stand. Im Gegenteil, eine aktuelle Studie belegt, dass die Bonität gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen während der Krise durchaus stabil war.
Thema des Treffens war vor allem die Verbesserung für KMU-Kredite, die notwendig sind um die Finanzsysteme stabil zu halten. Man denkt hierbei an die Senkung der Eigenmittelzulage für solche Kredite als auch die Erhöhung der bisherigen Obergrenze von 1 Mio Euro. Diese Änderung würde eine wesentliche Erleichterung bei Krediten an den Mittelstand bewirken. Dafür ist aber, nach Meinung der Teilnehmer, unbedingt notwendig, dass diese Änderungen auch in Basel III verankert werden. Mit Sorge wird dabei allerdings auch die Wirkung von Basel III auf die Außenhandelsfinanzierungen und mögliche negative Effekte der Liquiditätsbestimmungen bei der Unternehmensfinanzierung betrachtet. Eine Ausweitung der Mitgliedsländer für Basel III auf die USA und Asien wurde ebenfalls überdacht.

















