Die Baumessen der SHK-Branche haben es gerade besonders schwer, Besucher anzuziehen. Nicht nur, dass das Informationsbedürfnis immer stärker durch das Internet gedeckt wird. Auch die wirtschaftlich gute Situation in der SHK-Branche verhindert, dass die SHK-Installateure zu den Messen fahren. Mit Konzepten für abwechslungsreiche Rahmenprogramme versuchen die Messegesellschaften nur einem stärkeren Besucherschwund entgegen zu wirken.
Galt noch vor Jahren in der SHK-Branche das Motto „sehen und gesehen werden“, so überlegen SHK-Installateure heute zweimal, ob sie zur ISH Frankfurt, der SHKG, der SHK Essen oder der Bau in München fahren. So gaben bereits 39 Prozent der befragten 182 SHK-Fachleute in der telefonischen Befragung des Marktforschungsinstituts BauInfoConsult an, keine Messe mehr zu besuchen.
Immer mehr SHK-Fachleute halten den Messebesuch für nicht so relevant und informieren sich über Innovationen über das Internet. Diesen Grund gaben 57 Prozent der Messe-Verweigerer an. 35 Prozent ist der Weg zu weit und 34 Prozent haben grundsätzlich keine Zeit für einen Messebesuch. Beide Antworten sind dem Anstieg der wirtschaftlichen Auftragslage im SHK-Handwerk geschuldet.
Für die Messegesellschaften bedeutet dieser Besucherschwund ein herber Umsatzeinbruch, dem durch neue Konzepte entgegenzuwirken versucht wird. So hat bereits in diesem Jahr die Messe Essen mit dem „Tag der Ausbildung“ versucht, neue Zielgruppen anzusprechen und die Attraktivität zu erhöhen.

















