Auch in diesem Jahr kamen die Akteure des Berliner Dachdeckerhandwerks zu ihrer alljährlichen Frühjahrssitzung zusammen. Dabei beschäftigte man sich vor allem mit den Themen Schwarzarbeit, wirtschaftliche Aussichten der Region, Innungsaktivitäten und dem Stand der Ausbildungssituation. Das Fazit dieser Zusammenkunft war durchaus positiv, lässt an einigen Punkten aber durchaus noch Gestaltungsspielraum zu.
Am 1. März 2016 kamen der Bezirksmeister und der Vorstand der Landesinnung Berlin zu ihrer regelmäßig stattfindenden Frühjahrssitzung zusammen. Dabei gab es verschiedene Themen über die diskutiert wurde.
Bekämpfung der Schwarzarbeit
Ein sehr wichtiger Tagesordnungspunkt und stets aktuell war die Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung im Berliner Baugewerbe. In diesem Zusammenhang sprach auch die Zollinspektorin Luisa Bonk zu den Teilnehmern und schilderte ihre Sicht der Dinge und die vorherrschenden Probleme. So machte Bonk deutlich, dass Beschäftigte des Dachdeckerhandwerks stets ihren Personalausweis bei sich tragen sollten. Darüber hinaus ermahnte sie die Unternehmer, sich über ihre Haftungsrisiken bewusst zu sein, wenn sie Subunternehmer oder Scheinselbstständige beschäftigen. Die Branche müsse sich hier in jedem Fall auf verstärkte Kontrollen einstellen und sollte daher sensibel mit diesem Thema umgehen.
Wirtschaftliche Aussichten der Region
Hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten der Region Berlin-Brandenburg kam man zu dem Schluss, dass diese immer noch sehr gut sei. Dies belegen insbesondere die seit drei Jahren steigenden Wachstumsraten bei gleichzeitigem Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Bundesdurchschnitt. Aufgrund einer ebenfalls gestiegenen Zuwanderung wird deutlich, dass an der derzeitigen Situation keine großartige Veränderung zu erwarten sei, denn die Auftragsbestände sind nach wie vor sehr hoch und auch deren Puffer.
Ausbildung im Berliner Dachdeckerhandwerk
Neben diesen zwei großen Punkten gab es auch zahlreiche andere wichtige Themen. So fand bei dieser Gelegenheit auch einmal mehr ein reger Austausch der Teilnehmer hinsichtlich der gegenwärtigen Innungsaktivitäten statt. Aber auch die Lage der Ausbildung Berliner Dachdeckerhandwerk spielte eine Rolle. Denn es zeigt sich, dass seit Beginn der Ausbildung nahezu kein Lehrverhältnis frühzeitig beendet wurde. Damit ist belegt, dass auch leistungsschwächere Lehrlinge ihre Ausbildung beendet, nicht zuletzt auch durch Unterstützung der Betriebe.
In diesem Zusammenhang wurde auch die groß angelegte Nachwuchswerbeaktion der Landesinnung als erfolgreich beurteilt. Immerhin haben sich mehr als 1.000 Interessenten die neue Facebook-Seite „Werde DachdeckerIN“ samt der dazugehörigen Landingpage im Internet angesehen. Positiver Effekt dieser Aktion sind zahlreiche Praktika in den Berliner Dachdeckerbetrieben.

















