Nachdem bereits das vergangene Jahr eine sehr positive Entwicklung für das deutsche Baugewerbe mit sich brachte, gelang auch ein guter Start in das Jahr 2012. In nahezu allen Bereichen der Branche, konnte für den ersten Monat des neuen Jahres, ein Wachstum verzeichnet werden. Die Zahlen lassen die Aussicht auf ein weiterhin erfolgreiches Jahr zu, wobei man dennoch nicht zu optimistisch sein sollte.
Schon im Jahr 2011 konnte sich die Baubranche an den besonders guten Zahlen im Umsatz, Auftragseingang etc. erfreuen. Immerhin war es, gemessen an den Umsatzergebnissen, das erfolgreichste Jahr seit Anfang der 90er Jahre. Der Januar des aktuellen Jahres knüpft an diese hervorragende Entwicklung noch an. Denn verglichen mit dem Januar des Jahres 2011, sind einige Steigerungen zu erkennen. Gegenüber dem Vorjahresmonat legte der baugewerbliche Umsatz um nominal 19,5 % zu, der Auftragseingang um 18,6 % und der der Beschäftigten um 2,6 %.
Ganz weit vorn in den Bereichen der Branche lag wieder einmal der Wohnungsbau. Hier konnte ein Plus von 34,8 % beim Auftragseingang und ein Plus von 28,6 % beim baugewerblichen Umsatz festgestellt werden. Grund dafür waren vor allem auch, die im Jahr 2011 stark gestiegenen Baugenehmigungen. In 2011 lag die Steigerung für die Genehmigung des Wohnungsneubau bei 22 %. Die Nachfrage im Mehrfamilienhausbau legte um 27 % zu.
Weiterhin erfolgreich war auch der Wirtschaftsbau. Der Auftragseingang konnte um 12,4 % gesteigert werden, der Umsatz um 21,2 %. In diesem Bereich sind die Baugenehmigungen im Jahr 2011 um 25 % gewachsen, weshalb die Aussichten auch in 2012 gut sind. Insbesondere das Segment Fabrik- und Werkstattgebäude legte ordentlich zu (+45 %).
Der Öffentliche Bau konnte von Großprojekten im sonstigen Tiefbau profitieren. Hier lag die Steigerung des Auftragseingangs bei 19,4 %. Der Umsatz stieg dem gegenüber eher mäßig an – mit 5,7 % Plus. Gründe dafür sind der Rückgang der Ordertätigkeit (-3,9 %) und der Einbruch bei den Baugenehmigungen (-18%) im letzten Jahr.
Trotz aller Freude an den durchaus sehr guten Zahlen, mahnt der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. vor zu viel Euphorie und zu positiven Aussichten in das aktuelle Jahr.Denn der Anteil des Januarsam Jahresumsatz lag nicht einmal bei fünf Prozent. Des Weiterensollte man dabei aber in jedem Fall berücksichtigen, dass der Januar 2012 einen Arbeitstag mehr hatte als in 2011, auch der milde Winter hat seinen Beitrag zu den guten Werten geleistet. Denn so konnten die hohen Auftragsbestände überhaupt kontinuierlich abgearbeitet werden. Die witterungsbedingten Einbrüche im Januar der Jahre 2009 und 2010 wurden beinahe ausgeglichen – der Umsatz erreichte mit 4,3 Mrd. Euro erneut das Niveau vom Januar 2008.

















