Handwerk bei Jugendlichen immer attraktiver

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Foto: Siegbert Pinger / pixelio.de

Die Zahl an qualifizierten Schulabgängern ist nicht immer groß. Wiederum andere entscheiden sich nur allzu oft für ein Studium und damit gegen eine klassische Ausbildung. Diese Situation bedeutet für das Handwerk ein starkes Ungleichgewicht, das sich kaum kompensieren lässt. Umso erfreulicher ist es, dass die Zahlen der geschlossenen Ausbildungsverträge derzeit wieder steigen.

In den letzten Jahren haben viele Handwerksbetriebe darunter  leiden müssen, dass nicht genug Auszubildende vorhanden waren. Die Ursachen dafür waren vielfältig und für die Betriebe nicht immer beeinflussbar. Dennoch lässt sich im aktuellen Jahr ein deutliches Plus an geschlossenen Ausbildungsverträgen verzeichnen. Bis Ende August 2012 wurden 1.700 mehr Verträge geschlossen als zum gleichen Zeitpunkt in 2011. Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, äußert sich erfreut: „Die Zahl der bereits jetzt abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist beeindruckend und liegt über dem Niveau der letzten drei Jahre. Die Bemühungen unserer Handwerksbetriebe, sich rechtzeitig ihren Nachwuchs für die Ausbildung zu sichern, machen sich bezahlt.“

Wenngleich bundesweit ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr vorliegt, so sind die Zahlen regional betrachtet doch sehr unterschiedlich. In den alten Bundesländern kann man ein Plus von 1,8 Prozent erkennen, in den neuen Bundesländern jedoch ergibt sich ein leichter Rückgang von 1,4 Prozent. Aber auch wenn die nackten Zahlen erst einmal einen negativen Wert zeigen, so ist auch den neuen Bundesländern ein genereller Zuwachs an geschlossenen Ausbildungsverträgen vorhanden. Um die leichten Schwächen in den neuen Bundesländern zu kompensieren, erwägt man die Gewinnung von Auszubildenden in den angrenzenden Nachbarländern, wie Polen, Ungarn und Tschechien.

Auch wenn bereits eine große Zahl an Ausbildungsplätzen vergeben ist, so verbleiben gut 15.000 freie Stellen. Wenn die Jugendlichen also flexibel in der Berufswahl selbst und dem Ausübungsort sind, stehen ihnen auch in diesem Jahr noch viele Türen offen.

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