Konzept für mehr bezahlbaren Wohnraum in Berlin

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Foto: Kurt Michel / pixelio.de

Berlin als Hauptstadt hat mit seinen vielen Millionen Einwohnern zusehends ein immer größeres Problem an ausreichendem Wohnraum. Da der Wohnraum in den letzten Jahren stets knapper geworden ist, steigen natürlich auch die Mietpreise immer häufiger an. Gerade für Haushalte mit geringen Einkommen stellt diese Situation ein großes Problem dar, welche mittel- bis langfristig auch für die Stadt problematisch werden wird. Konzepte für mehr – und damit bezahlbarem – Wohnraum sind daher immer öfter ein Thema des Senats.

Unsere Hauptstadt ist und bleibt ein Anziehungspunkt für viele und damit auch für die Bauwirtschaft. Neben der großen Nachfrage an Wohnraum wünschen sich viele aber auch hochwertigen Wohnraum, der finanziell zu bewältigen sein sollte. Der Berliner Senat hat erkannt, dass es wichtig ist, den Wohnraum der Stadt auszuweiten. Durch den Mangel an genügend Wohnfläche wird es gerade für Gering- und Normalverdiener immer schwieriger, eine geeignete und dabei auch bezahlbare Wohnung zu finden. Mögliche Ghettobildungen in bestimmten Bezirken sind eine mittelfristige Folge, wenn sich an diesem Zustand nichts ändert.

Die Bauwirtschaft der Region Berlin-Brandenburg möchte den Berliner Senat bei seinem Vorhaben unterstützen. Daher haben der Bauindustrieverband und die Fachgemeinschaft Bau ein Konzept entwickelt, das sich mit möglichen Lösungen beschäftigt, wie man mehr bezahlbaren Wohnraum in der Stadt schaffen kann. Im Grundsatz orientiert man sich bei diesem Entwurf an drei wesentlichen Schritten.

Zum einen meint man das Ziel erfolgreich zu erreichen, in dem das Land bzw. der Liegenschaftsfond geeignete Grundstücke zur Verfügung stellt. Diese Grundstücke werden dann mit der Bedingung einer Mietbindung in Teilbereichen des entsprechenden Grundstücks vergeben. Der zweite Schritt wäre dann die Planung sowie der Bau von Wohnungen. Beides soll gemäß des vorliegenden Konzepts durch die Privatwirtschaft umgesetzt werden. Der dritte und letzte Punkt zum Ziel ist dann der Ankauf der mietgebundenen Wohnungen, welcher durch öffentliche Wohnungsbaugesellschaften erfolgen soll. Um das Ganze attraktiver zu machen, soll die Investitionsbank Berlin zinsgünstige Kredite an die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften und andere Investoren bereitstellen.

Führt man heute einen Soll-Ist-Vergleich des geplanten und tatsächlichen vorhandenen Wohnraums durch, so sieht man ganz klar das Potenzial des Konzepts. Während der Koalitionsvertrag des Senats jährlich ein Minimum von 6.000 neuen Wohnungen vorsieht, waren es im Jahr 2011 lediglich 3.499 neue Wohnungen.

Auch im laufenden Jahr kann das Ziel nicht mehr erreicht werden, wenngleich die Zahl der neuen Wohnungen dennoch höher war als in 2011. Bisher wurden erst 5.085 neue Wohnungen in Berlin genehmigt.

Mit dem Konzept der Bauwirtschaft der Region Berlin-Brandenburg wäre eine erfolgreiche Umsetzung von mehr bezahlbarem Wohnraum auf jeden Fall umsetzbar.

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