30 Prozent mehr Betriebe: Komplexität verändert Bauprojekte

Foto: milanzeremski / envatoelements

Die Komplexität in der Baubranche nimmt deutlich zu. Laut einem aktuellen Report gibt es in der letzten Zeit rund 30 Prozent mehr Unternehmen, die an einem Bauprojekt beteiligt sind. Gleichzeitig nehmen die Herausforderungen in der Baubranche zu. Dabei sind es nicht nur die Projekte, die komplexer werden, sondern auch die Rahmenbedingungen. Die Unternehmen der Baubranche sind damit verstärkt einem Wandel unterzogen.

Die Bauwirtschaft befindet sich im Wandel. Neue Gesetze, mehr Daten und aktuelle Krisen sind die großen Herausforderungen der Baubranche. Das ergab der Report „Construction Connected 2024“ des Bausoftware-Herstellers smino über die steigende Komplexität am Bau. Demnach ist in den Jahren 2021 bis 2023 die Zahl der Unternehmen pro Bauprojekt um 30 Prozent gestiegen. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Mitarbeitenden in den Jahren 2019 bis 2023 um sogar 66 Prozent. Darüber hinaus zeichnet sich noch ein weiterer wesentlicher Wandel ab: In Zukunft werden nicht nur die Projekte komplexer, sondern auch die Situation der Unternehmen wird sich verändern. Die Anforderungen an den Datenschutz sind durch die Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) bereits gewachsen. In der Schweiz gibt es sogar ein neues Datenschutzgesetz. Ein Vertreter von einem führenden Versicherungsbroker für die Baubranche hebt hervor, dass es ein Irrtum sei, dass es eine weltweite Versicherung mit umfassendem Schutz für alle Bauprojekte gäbe.

Möglichkeiten und Risiken der Digitalisierung

Denn durch mehr Nutzer verbessern sich nicht nur die Möglichkeiten der Digitalisierung. Mit der wachsenden Nutzung sind aber auch erhebliche Risiken verbunden, dass man die Daten nicht mehr im Griff hat. Für das Jahr 2022 wurde festgehalten, dass eine schlechte Datenqualität durchaus hohe Kosten verursacht hat.

Nachhaltigkeit und BIM gegen steigende Komplexität

Trotzdem macht sich die steigende Nachfrage nach Digitalisierung bemerkbar. Rund 60 Prozent der Befragten nutzen demnach bereits Building Information Modeling (BIM). Die beliebtesten Anwendungsfälle sind Visualisierungen. Mehr Nachhaltigkeit im Bauwesen gibt es durch die Kombination von BIM und dem Einsatz nachhaltiger Baumaterialien, wie zum Beispiel Holz. Mehr Komplexität sorgt für einen Aufbruch in eine neue Ära. „Unser Ziel mit dem Report war es, eine umfassende Ressource zu schaffen, die nicht nur die aktuellen Zustände beleuchtet, sondern auch wegweisende Perspektiven für eine digitale und nachhaltige Zukunft der Baubranche bietet“, erklärt Sandor Balogh, Mitgründer und Geschäftsführer bei smino. „Wir sehen seit Jahren, dass die Komplexität in Bauprojekten wächst und möchten mit diesem Report Unternehmen ein Hilfsmittel an die Hand geben, diese Herausforderungen zu meistern“, ergänzt Christoph Degendorfer, ebenfalls smino-Geschäftsführer und Mitgründer.

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