Der Fachkräftemangel ist und bleibt ein großes Problem für die deutsche Wirtschaft. Dennoch gibt es im Bausektor durchaus Positives zu berichten, denn unter den Bauingenieuren wächst die Zahl der Berufseinsteiger endlich wieder. Im gewerblichen Bereich der Bauwirtschaft ist die Entwicklung zwar immer noch zurückhaltend, dennoch aber nicht gänzlich ohne Hoffnung.
Der demografische Wandel und seine Folgen haben Deutschland noch immer fest im Griff. Jedoch zeichnet sich in der deutschen Bauwirtschaft endlich ein wenig Entspannung ab, denn vor allem bei den Bauingenieuren gibt es wieder einen Anstieg der Nachwuchskräfte. Dies bestätigt auch der Branchenbericht „Der Arbeitsmarkt im Bausektor“, den der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. zusammen mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sowie der Bundesagentur für Arbeit (BA) schon zum dritten Mal erstellt hat. Hieraus geht hervor, dass 17.500 Studienanfänger im Bauingenieurwesen seit dem Jahr 2011 einen echten Höchststand aufweisen, somit also seit dem Jahr 2006 die größte Zuwachsrate hat.
Noch im Jahr 2008 war die Quote der Absolventen eines Bauingenieurwesen-Studiengangs auf dem Tiefpunkt, ging aber von da an schrittweise wieder nach oben. Nur drei Jahre später dann der Höchststand. Das ist erfreulich und zeigt, wie attraktiv die Bauwirtschaft für junge Menschen doch immer noch ist. Die Zahlen stellen aber auch klar, dass sich die Mehrheit der Absolventen erst nach dem Masterstudiengang für einen Berufseinstieg entscheiden. Beeindruckend ist darüber hinaus, dass viele Studieneinsteiger offenbar schon zu Beginn die Flinte ins Korn werfen. So ist die Abbruchquote nämlich über dem Durchschnitt angesiedelt. Vorstellung und Realität klaffen demnach wohl allzu oft auseinander. Auch hier gilt es also ein Umdenken zu erreichen und die jungen Menschen besser auf den Studiengang vorzubereiten.
Auch dem gewerblichen Bereich der Bauwirtschaft hat sich der Branchenbericht gewidmet. So ist hier bereits seit dem Jahr 2005 eine Stabilisation der Beschäftigten zu erkennen. Dennoch sind die Beschäftigten im Gros einfach schon zu alt, zu wenig Junge kommen nach. Hier gilt es in Zukunft noch stärker anzusetzen, junge Menschen für den Beruf im Bauhandwerk zu begeistern und damit für den eigenen Betrieb zu gewinnen.

















