Mobilität im Job allein reicht heute fast nicht mehr aus. Immer häufiger profitieren junge Berufsanfänger davon, wenn sie bereits Auslandserfahrung vorweisen können. In Baden-Württemberg können bereits Auszubildende durch ihren Betrieb ins Ausland geschickt werden, um dort berufsbezogene Praktika zu absolvieren. Das dafür ins Leben gerufene Mobilitätsprojekt Go.for.europe hat sich dabei bewährt und zeigt anhaltende Erfolge.
In unserer globalisierten Welt ist es immer wichtiger, dass man durch Qualifikationen glänzt, die einen im besten Fall auch von anderen unterscheidet. Gerade Auslandserfahrung kann dabei hilfreich sein, denn letztlich bringt sie nicht nur sprachlich Vorteile mit sich, sondern oft auch auf persönlicher Ebene.
Das in Baden-Württemberg gegründete Mobilitätsprojekt Go.for.europe möchte Auszubildende der Region daher noch besser auf das Berufsleben vorbereiten und sowohl junge Baden-Württemberger ins europäische Ausland schicken, aber auch junge Europa nach Deutschland holen. Die Initiative wird von der baden-württembergischen Wirtschaft – des Baden-Württembergischen Handwerkstags e.V., des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags e.V. und des Verbands der Metall- und Elektroindustrie e.V., Südwestmetall getragen und vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg aus Geldern des Europäischen Sozialfonds finanziert.
Der Erfolg gibt dem Projekt Recht, denn seit dem Jahr 2008 wurden bereits mehr als 1.700 Auszubildende aus Baden-Württemberg innerhalb Europas zu Praktika geschickt. Seit dem Jahr 2011 sind darüber hinaus über 150 Auszubildende aus anderen europäischen Ländern bei Unternehmen in Deutschland beschäftigt worden.
Die Erfahrung, die die Auszubildenden bei solchen Auslandsaufenthalten mit sich bringen geht weit über das berufliche Maß hinaus. Denn fernab der Heimat müssen sich die Jugendlichen nicht nur mit einer anderen Sprache auseinandersetzen, sondern sind auf eine besondere Art und Weise komplett auf sich gestellt. Da gilt es sich zu bewähren und führt am Ende in den meisten Fällen auch zu persönlichen Erfahrungen, die man zu Hause wohlmöglich so nie gemacht hätte.
Derzeit liegt die Quote solcher Auslandspraktika bundesweit bei etwa vier Prozent. Wenn man bedenkt, dass die Bundesregierung diese Quote bis zum Jahr 2020 auf gut 10 Prozent erhöht sehen möchte, ist da noch einiges Potenzial vorhanden, das es auszuschöpfen gilt.

















