Die Azubisuche im Handwerk bleibt schwierig: Laut einer aktuellen Umfrage gelingt es fast der Hälfte aller Handwerksbetriebe nicht, geeignete Fachkräfte zu finden. Seit April ist die offizielle Bewerbungsphase abgelaufen. Fehlende Bewerbungen und unzureichende Qualifikationen sind die Hauptprobleme. So sei bei den eingegangenen Bewerbungen die Qualität oftmals nicht ausreichend. Trotzdem sind 53 % der Betriebe zuversichtlich, ihre offenen Stellen zu besetzen.
Die Suche nach passenden Auszubildenden im Handwerk ist auch in diesem Jahr äußerst schwierig. Das ergab eine aktuelle Umfrage unter 110 Handwerksbetrieben durch den Softwareanbieter Hero. Rund 48 Prozent der befragten Betriebe gaben demnach an, dass die Suche nach den geeigneten Fachkräften sehr mühevoll wäre. 33 Prozent halten dagegen die Azubisuche für überhaupt nicht beschwerlich. 19 Prozent äußerten sich neutral. Trotzdem herrscht insgesamt im Handwerk immer noch eine positive Stimmung. So vertreten 53 Prozent der Handwerksbetriebe die Meinung, dass sie ihre offenen Stellen noch besetzen können. Unsicher sind hingegen 28 Prozent und 19 Prozent sind der Meinung, dass sie ihre freien Azubistellen in diesem Jahr gar nicht mehr besetzen können.
Es fehlen schlichtweg geeignete Bewerber
Mit 63 Prozent gibt der Großteil der befragten Handwerksbetriebe an, dass sie lediglich nur eine Ausbildungsstelle ausgeschrieben hätten. 28 Prozent suchen zwei Auszubildende und zehn Prozent suchen drei oder mehr Azubis. Die Probleme bei der Azubisuche sind die fehlenden Bewerbungen. Jeder zweite Handwerksbetrieb berichtet davon, dass es kaum Bewerbungen auf die ausgeschriebenen Azubistellen gäbe. Hinzu komme, dass die Qualität der Bewerber sehr zu wünschen übrig lassen würde. Die größten Fehler bei den Bewerbern liegen in der Rechtschreibung, Grammatik und Formfehlern. 29 Prozent der Betriebe bemängeln unzureichende Qualifikationen und schlechte Noten. 28 Prozent halten zudem ein unprofessionelles Verhalten bei den Bewerbungsgesprächen für hinderlich. Problematisch sei ebenfalls, dass 14 Prozent der Bewerber trotz unterschriebenen Vertrags die Stelle nicht angetreten hätten. 13 Prozent hätten sogar direkt abgesagt.
Azubisuche – Mangelnde Arbeitsmoral
War die Azubisuche endlich erfolgreich, tauchen auch hier Probleme auf und führen zum Ausbildungsabbruch. Rund 75 Prozent der befragten Betriebe bemängeln bei den neuen Azubis die fehlende Arbeitsmoral. 38 Prozent kritisieren die Unpünktlichkeit und 32 Prozent das Fernbleiben aus der Berufsschule. Zusätzlich beschweren sich 23 Prozent der Befragten über das unangemessene Verhalten der Azubis gegenüber den Kollegen, Kunden und Vorgesetzten.

















