Der Baubranche geht es wirtschaftlich nach wie vor ausgesprochen gut. Dabei lässt sich diese Entwicklung nicht nur aus vergangenen Werten messen, sondern wird auch von gegenwärtigen Ergebnissen bestätigt. Es ist also durchaus berechtigt, dass man weiterhin positiv in das laufende Jahr blickt und von einer steigenden Entwicklung ausgehen kann. Eine aktuelle Auswertung von Unternehmen bestätigt, dass sowohl das Arbeitsvolumen, wie auch die Beschäftigung auf einem ansteigenden Weg sind.
Gemäß einer aktuellen Auswertung der Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) zeichnet sich eindeutig ab, dass der Wachstumsweg der Baubranche ungebrochen anhält. Dabei sind es vor allem das Arbeitsvolumen und die Beschäftigungszahlen, die einen begründeten Optimismus mit sich bringen. Somit zeigen die Frühindikatoren bereits jetzt, dass die derzeit gute Lage auch in den nächsten Monaten nicht einbrechen sollte.
Arbeitsvolumen steigt, damit auch die Beschäftigungszahlen
Das effektive Arbeitsvolumen stieg laut der Auswertung saisonbereinigt um 9,8 Prozent gegenüber Januar an. Wenn man berücksichtigt, dass auch im Januar schon ein Anstieg von 1,4 Prozent zum Dezember verzeichnet wurde, ist dieser erneute Anstieg durchaus beachtlich. In diesem Zusammenhang sei auch zu erwähnen, dass die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer im Februar zum ersten Mal seit September 2015 anstieg und zwar um 0,1 Prozent. Die Bruttolohnsumme ging jedoch gleichzeitig um 2,6 Prozent zurück.
Mehr Auftragseingänge und Baugenehmigungen beflügeln
Bereits zu Beginn des Jahres stieg der Auftragseingang im Januar um 1,0 Prozent an. Damit liegen die Zahlen zum dritten Mal in Folge im positiven Bereich. Damit einher geht auch ein Anstieg der Baugenehmigungen im Hochbau, der im Januar um 3,6 Prozent wuchs. Somit erlebt dieser Bereich sogar schon das fünfte Mal hintereinander ein Wachstum. Im Nichtwohnungsbau dagegen fiel die Zahl der Baugenehmigungen ab und ist damit rückläufig.
Wohnungsbau bleibt stärkster Faktor, Wirtschaftsbau leider nicht
Weiterhin der Motor der gesamten Bauwirtschaft ist und bleibt der Wohnungsbau. Sowohl vergangene wie auch aktuelle Ergebnisse lassen nicht erwarten, dass sich an dieser Entwicklung in nächster Zeit etwas verändern wird. Faktoren, wie das anhaltend niedrige – seit Juni 2015 niedrigste überhaupt – Zinsniveau unterstützen dabei die These, dass das Wachstum in diesem Bereich anhalten, sogar noch zulegen wird. Um den Wirtschaftsbau ist es dagegen erneut nicht gut gestellt. Die nach wie vor schlechte Industriekonjunktur ist dabei leider keine Hilfe. Somit ist leider nicht absehbar, wann sich an dieser Lage etwas ändern könnte. Bei allem macht sich allerdings bemerkbar, dass der öffentliche Bau derzeit wohl von den Investitionen im sozialen Wohnungsbau profitieren kann.

















