Bad und Heizung oft mit Sanierungsbedarf

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Foto: Tamarida / pixelio.de

Der Mangel an Wohnraum wird vor allem in Großstädten immer größer. Um so erschreckender sind die kürzlich in einer Volkszählung veröffentlichten Defizite vieler Wohnungen mit fehlendem Bad oder mangelhafter Heizungsanlage. Die SHK-Branche könnte sich diese Situation des erhöhten Sanierungsbedarfs durchaus zu Nutze machen und hier mit gezielten Konzepten Abhilfe schaffen.

Immer wieder wird beklagt, dass Wohnraum in Deutschland kontinuierlich knapper und teurer wird. Was jedoch überhaupt nicht diskutiert wird, ist die Tatsache, dass der Wohnungsbestand durchaus verbesserungswürdig ist und ein erhöhter Sanierungsbedarf besteht. Dies belegt auch die aktuelle Volkszählung, die jüngst veröffentlicht wurde. Aus ihr geht hervor, dass trotz der Knappheit an Wohnraum derzeit mehr als eine halbe Million Wohneinheiten leer stehen. In nackten Zahlen sind das 41,3 Millionen Wohnungen in 19 Millionen Gebäuden.

Auch das Alter der Wohnungen ist sehr hoch. So sind etwa 43 Prozent des Wohnungsbestandes in den Jahren zwischen 1949 und 1978 gebaut worden, mehr als ein Viertel noch vor dem Jahr 1949. Wesentlich alarmierender sind dabei die Zustände der Wohnungen selbst. In 330.000 Wohnungen gab es weder eine Dusche noch eine Toilette. Wiederum gut 680.000 Einheiten konnten nur eine dieser beiden sanitären Einrichtungen im Bad vorweisen. Bei den Heizungsanlagen sieht es leider nicht besser aus. Fast 200.000 Wohneinheiten hatten überhaupt keine Heizung und 2,5 Millionen Wohnungen werden nur durch einen Ofen oder eine Nachtspeicherheizung warm gehalten.

Es zeigt sich, dass der Sanierungsbedarf zwar regional unterschiedlich ausgeprägt ist, dennoch im gesamten Bundesgebiet anzutreffen ist. Der Schwerpunkt der sanitären Defizite liegt ganz klar in den ostdeutschen Bundesländern, während bei den Heizungsstandards vor allem in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und dem Saarland Verbesserungsbedarf besteht.

Eins wird durch die Zahlen ganz deutlich, die SHK-Branche profitiert nicht nur von der erhöhten Nachfrage nach barrierefreien Bädern, sondern auch durch den hohen Sanierungsbedarf im Allgemeinen. So empfiehlt die Wuppertaler Marketing-Agentur Thielenhaus & Partner allen Handwerksmeistern und Installateuren in SHK-Fachbetrieben, sich zur Neukundengewinnung auf diese Erkenntnisse zu stützen und seine Marktstrategien entsprechend anzupassen. Neben den klaren Defiziten im Bereich Bad und Heizung, gilt es auch nochmals zu erwähnen, dass 68 Prozent aller Wohnungen mehr als 35 Jahre alt sind. Auch dies stützt den hohen Sanierungsbedarf.

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