Baubranche und Customer-Experience-Management

Bild zu: Baubranche und Customer-Experience-Management
Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Wunsch und Wirklichkeit klaffen häufig stark auseinander, egal in welchen Bereichen. Diese Diskrepanz bestätigte sich kürzlich auch in einer aktuellen Online-Umfrage der BauInfoConsult hinsichtlich des Customer-Experience-Managements (CEM) in der Baubranche. Während eine Vielzahl der Befragten die Bedeutung durchaus erkannt hat, setzten zu wenige Unternehmen diese Strategie auch erfolgreich um. Vielleicht ist die Baubranche doch zu speziell, um das Ergebnis der Umfrage so einfach im Alltag umzusetzen.

Jeder weiß von sich selbst, dass er eine besondere Beziehung zu einem Produkt aufbaut, wenn er damit ein positives Erlebnis verbindet. In der Regel führt dies dann immer wieder zu Kaufentscheidungen für dieses spezielle Produkt. Dieses Phänomen wird im Marketing als Customer-Experience-Management (CEM) bezeichnet, welches auch nur allzu gerne auch als Marketinginstrument herangezogen wird.

So erfolgreich das Customer-Experience-Management auch sein kann, so schwierig kann es aber auch in bestimmten Branchen sein. In der Baubranche beispielsweise liegt eine große Lücke zwischen dem Ideal und der Realität. Zwar hat die Mehrheit der Baustoffhersteller erkannt, dass Customer-Experience-Management von großer Bedeutung ist, dennoch wenden es noch zu wenige an.

In einer Umfrage der BauInfoConsult unter 124 Marketing-Verantwortlichen bei Herstellern von Bau- und Installationsprodukten geben 87 Prozent an, dass CEM für sie von großer Bedeutung ist. Dennoch geben nur 44 Prozent der Befragten an, dass Customer-Experience-Management in ihrem Unternehmen auch wirklich gelebt wird.

Im Grunde sind sich alle Hersteller der Baubranche einig, dass Customer-Experience-Management ein unverzichtbares und vor allem erfolgreiches Marketing-Instrument ist. Dennoch sehen es viele als sehr schwierig an in der praktischen Umsetzung an ihren Kunden. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Kunden der Baustoffhersteller in der Regel nicht die Endkunden selbst sind. Somit spielen im Business-to-Business-Geschäft (B2B) ganz andere Kriterien eine Rolle als beim Business-to-Customer-Geschäft (B2C). Eine emotionale Bindung zu den Produkten erweist sich daher als sehr schwierig, denn letztlich spielen in diesem Bereich vor allem Qualität, Normerfüllung und Preis eine entscheidendere Rolle.

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen?

Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

Das könnte Sie auch interessieren

Messen & Kongresse 2024

Der große Meistertipp-Kalender: Messen und Kongresse 2024 für Bauindustrie, Baugewerbe, Bauhandwerk und die Bauwirtschaft.

Newsletter

Verpassen Sie nichts mehr mit unserem kostenlosen Newsletter. So werden Sie frühzeitig über anstehende Veranstaltungen informiert und bleiben immer auf dem neusten Stand.

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.