Baugenehmigungen im Wohnungsbau zu gering

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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Der aktuelle Bericht des Statistischen Bundesamts hinsichtlich der Zahlen von Baugenehmigungen im Jahr 2012 ist zwar gut, dennoch zu niedrig. Es ist zu erkennen, dass sich die Zahlen zumindest im Segment der Mehrfamilienhäuser mit einem Plus von 4,8 Prozent verbessert haben gegenüber dem Vorjahr. Dennoch sind die erteilten Baugenehmigungen noch nicht das, was sie sein könnten. Die Bauwirtschaft ist davon überzeugt, dass steuerliche Begünstigungen durch den Staat die Situation wesentlich verbessern würden.

Die Bauwirtschaft kann mit dem vergangenen Jahr 2012 durchaus zufrieden sein. Dennoch macht man auch darauf aufmerksam, dass steuerliche Förderungen den Wohnungsbau zusätzlich steigern würden. Dass im Jahr 2012 immerhin 239.465 Genehmigungen für Wohnungen erteilt wurden, stimmt positiv. Dabei werden sowohl Neu- und Umbauten wie auch Wohnungen in Nichtwohngebäuden berücksichtigt. Trotz allem ist der  Markt damit noch nicht ausreichend gedeckt. Außerdem muss man sich auch bewusst sein, dass erteilte Genehmigungen noch nicht gleich eine Fertigstellung bedeuten. Während sich die Baugenehmigungen im Mehrfamilienhausbau gut entwickeln, ist die Zahl im Ein- und Zweifamilienhausbau rückläufig. Hier sind es gut 5.000 Wohneinheiten weniger als noch im Jahr 2011.

Wenn man sich einmal vor Augen hält, dass der Wohnungsmarkt noch ausbaufähig ist, sollte man sich wieder einmal überlegen, einen steuerlichen Anreiz zu schaffen. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, konkretisiert seine Forderung gegenüber der Politik deutlich: „Wir erwarten, dass eine neue Bundesregierung nach der Wahl im Herbst hier die Weichen richtig stellt. Für den Mietwohnungsbau muss die steuerliche Absetzbarkeit von zwei auf vier Prozent erhöht werden. Das setzt Anreize, ohne zu Fehlentwicklungen zu führen. Darüber hinaus muss der Bund seine Ausgleichszahlungen für die soziale Wohnraumförderung in Höhe von mindestens 518 Mio. Euro auch über das Jahr 2014 aufrechterhalten. Ein ausgeglichener Haushalt darf nicht auf Kosten von Investitionen erreicht werden, sondern muss zwingend konsumtive Ausgaben reduzieren.“

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