Baugewerbe mit steigendem Interesse an Aufstiegsfortbildung

Baugewerbe mit steigendem Interesse an Aufstiegsfortbildung
Foto: Roland Riethmüller

Die Aufstiegsfortbildung im Baugewerbe gewinnt an Zuwachs. Im vergangenen Jahr sind die Teilnehmerzahlen bei den Vorarbeiter- und Werkpolierprüfungen erneut angestiegen. Das ist zur Fachkräftesicherung ein wertvoller Beitrag. Der Großteil der Prüfungsteilnehmer hat eine anerkannte Ausbildung im Baugewerbe oder eine andere anerkannte Ausbildung. Das Alter der Teilnehmer liegt im Schnitt zwischen 23 und 41 Jahren.

Die Zahlen sprechen für sich. Mit 1.471 Vorarbeiterprüfungen und 950 Werkpolierprüfungen konnte ein weiterer Anstieg um 9,6 Prozent bei Vorarbeitern und um 11,6 Prozent bei Werkpolieren erreicht werden. Die stärkste Nachfrage kam aus den Bereichen „Hochbau und Bauen im Bestand“ sowie „Tiefbau (Erd-, Straßen- und Kanalbau)”. Dazu erklärten die Tarifpartner, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau), kürzlich in Berlin: „Das von den Tarifpartnern gemeinsam entwickelte System trägt durch seine bedarfsgerechten Inhalte sowie die Berücksichtigung und Förderung der im
Arbeitsleben erworbenen Kompetenzen spürbar zur Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung bei. Dafür spricht auch die Gesamtbilanz. Im Rahmen der 2012 ins Leben gerufenen Aufstiegsfortbildung sind bislang insgesamt ca. 13.400 Prüfungen absolviert worden.“

Teilnehmer ohne Ausbildung können dabei sein

Viele Prüfungsteilnehmer haben eine abgeschlossene Ausbildung in der Bauwirtschaft oder in anderen Zweigen. Dieser Weg kann aber auch von solchen Interessenten genutzt werden, die keine Berufsausbildung haben, dafür aber eine jahrelange Berufspraxis nachweisen können. Es besteht die Möglichkeit, unabhängig vom Alter eine fachlich anerkannte Qualifizierung zu bekommen. Die Mehrheit der Teilnehmer war zwischen 23 und 41 Jahre alt.

Aufstiegsfortbildung ist ein Modell, das Schule macht

Die Aufstiegsfortbildung ist ein gutes Beispiel dafür, wie die dringend benötigten Fachkräfte gewonnen werden können. Die Bauwirtschaft braucht in allen Bereichen gut ausgebildete Mitarbeiter. Die Führungskräfte brauchen nicht nur eine große Fachkenntnis, sondern auch die entsprechenden Kompetenzen im Bereich Baubetrieb und der Führung von Mitarbeitern. Das vorliegende Konzept ist bundeseinheitlich und regelt die Prüfungen. Nicht nur auf dem Papier sind die Aufstiegsmöglichkeiten existent. Sie sind flexibel und praxisnah. Ein Teil der Führungskräfte in der Bauwirtschaft sind diesen Weg bereits gegangen. Die Inhalte der Lehrgänge sind ebenfalls auf Bundesebene abgestimmt. Somit wird ein fließender Übergang von einer Stufe zur nächsten ermöglicht. Durch die bundeseinheitliche Regelung wird Transparenz und Attraktivität für die Unternehmer geschaffen.

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