Baukonjunktur im Bauhandwerk auf Rekordniveau

Bild zu: Baukonjunktur im Bauhandwerk auf Rekordniveau
Foto: Roland Riethmüller

Im deutschen Handwerk könnte die Stimmung kaum besser sein. Das liegt an der aktuellen Geschäftslage, die von vielen mit gut oder sehr gut bezeichnet wird. Damit dürfte sich die positive Lage im Handwerk auch weiterhin fortsetzen. Gleichzeitig stieg auch die Zahl der Beschäftigten am Bau. Außerdem plant jeder dritte Betrieb, noch mehr Personal aufgrund der guten Baukonjunktur im Bauhandwerk einzustellen.

Seit über 30 Jahren gibt die Creditreform Konjunkturumfragen beim deutschen Handwerk in Auftrag. Noch nie war der Wert so hoch wie jetzt. Bereits im Vorjahr hatten 68,4 Prozent der Befragten von positiven Geschäftsentwicklungen berichtet. Die besten Noten gab es vom Bauhauptgewerbe, wo 82,7 Prozent der Befragten die Geschäftsentwicklung als sehr positiv beurteilten. Das führte auch dazu, dass viele Handwerksbetriebe sich über steigende Umsätze freuen konnten. Bei lediglich 6,7 Prozent war ein rückläufiger Umsatz zu verzeichnen.

Weiteres Umsatzwachstum und Preisanstieg erwartet

Die Betriebe zeigen sich sehr zuversichtlich, dass diese gute Konjunktur auch weiterhin anhalten wird. Von den befragten Betrieben sind es 40,6 Prozent, die eine Umsatzsteigerung erwarten. Lediglich vier Prozent gehen von einem rückläufigen Umsatz aus. Die Kunden müssen sich jedoch auf steigende Preise im Bausektor einstellen. Rund 60,3 Prozent der Handwerksbetriebe wollen die Preise erhöhen.

Mehr Personal für boomende Baukonjunktur

Sicher ist: Der Auftragsboom kann nur durch mehr Personal bewältigt werden. So haben 30,7 Prozent der Betriebe das Personal aufgestockt. Im Vorjahr waren es nur 28,8 Prozent. Doch aufgrund der äußerst positiven Lage ist bei vielen Handwerksbetrieben ein weiterer Beschäftigungsaufbau geplant. Jeder dritte Betrieb will sein Personal aufstocken. Besonders einstellungsfreudig zeigt sich das Baugewerbe und das Metallhandwerk. Diese positive Entwicklung hat auch Einfluss auf die Investitionen. Sechs von zehn Befragten wollen investieren.

Auswirkungen auf die Zahlungsmoral der Kunden

Trotzdem bewerten die Betriebe die Zahlungsmoral der Kunden als gut. Meistens erhalten die Handwerksbetriebe ihr Geld für erbrachte Leistungen innerhalb von 30 Tagen. Bei der öffentlichen Hand haben sich allerdings die Zahlungsfristen verlängert. Nur zehn Prozent der Befragten klagten über größere Forderungsausfälle. Verbessert hat sich auch die Eigenkapitalquote. Die gute Baukonjunktur im Bauhandwerk hat auch Auswirkungen auf die Insolvenzen im Handwerk. Zum Vorjahr ergaben sich somit sieben Prozent weniger Insolvenzen. Vor allem im Bauhauptgewerbe konnte ein wesentlicher Rückgang von 19 Prozent verzeichnet werden, lediglich im Metallhandwerk stiegen die Insolvenz um plus 5,4 Prozent leicht gegenüber dem Vorjahr.

Kommentare

0 0 votes
Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen?

Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

Das könnte Sie auch interessieren

Messen & Kongresse 2024

Der große Meistertipp-Kalender: Messen und Kongresse 2024 für Bauindustrie, Baugewerbe, Bauhandwerk und die Bauwirtschaft.

Newsletter

Verpassen Sie nichts mehr mit unserem kostenlosen Newsletter. So werden Sie frühzeitig über anstehende Veranstaltungen informiert und bleiben immer auf dem neusten Stand.

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.