Bauprojekte optimieren: Umweltproduktdeklarationen im Trend

Foto: duallogic / envatoelements

Die aktuelle Nutzung von Umweltproduktdeklarationen (EPD) erlebt mit über 390.000 Downloads allein im letzten Jahr einen beispiellosen Anstieg. Dieser Trend verdeutlicht das wachsende Engagement in der Baubranche für Nachhaltigkeit und demonstriert die wachsende Bedeutung von EPDs in Ausschreibungen. Sie bieten detaillierte Umweltinformationen, um den ökologischen Fußabdruck von Gebäuden zu optimieren. Auch können durch die Bereitstellung von Produkt-Ökobilanzen die Aspekte der Nachhaltigkeit bereits bei der Rohstoffgewinnung berücksichtigt werden.

Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declaration, kurz: EPD) gehören zu den wichtigsten Instrumenten im Bauwesen. Über 3.500 Umweltproduktdeklarationen wurden bisher veröffentlicht. Sie beinhalten sachliche und fundierte Informationen über die Auswirkungen von Bauprodukten auf die Umwelt. Im letzten Jahr wurden diese Informationen über 390.000 Mal von der Website heruntergeladen. Das ist ein neuer Rekord. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres sind bereits 144.453 Downloads erfolgt. Dieser Trend macht deutlich, dass das Interesse auch im Jahr 2024 vorhanden ist. „Der enorme Anstieg der Nachfrage in den letzten Jahren zeigt, dass Nachhaltigkeit im Bausektor konsequent praktiziert wird“, bestätigt Florian Pronold, Geschäftsführer des Instituts Bauen und Umwelt (IBU). Umweltproduktdeklarationen werden immer häufiger bei Ausschreibungen hinzugezogen. Die Anwender sind Architekten und Planer. Sie nutzen die Daten, um Ökobilanzen für Gebäude zu erstellen und um den ökologischen Fußabdruck zu optimieren.

Die Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle beim Marktwert

Aber auch die Bauherren und Investoren bewerten ihre Objekte immer mehr nach diesen Kriterien. Die Nachhaltigkeit der Gebäude hat mittlerweile einen erheblichen Einfluss auf den Wert der Immobilie. Das IBU ist einer der führenden Programmbetreiber der Umweltproduktdeklarationen. Hiermit wurden die Grundlagen geschaffen, um den ökologischen Aspekt in die Nachhaltigkeitsbewertung mit einzubeziehen. Durch das wissenschaftliche und politische Engagement hat das IBU einen Industriestandard etabliert, der überall in der Baubranche anerkannt ist. Alle EPDs haben ihre Grundlagen auf der Basis internationaler Normen. Unabhängige Dritte haben diese verifiziert. 

Umweltproduktdeklarationen verdeutlichen den ökologischen Fußabdruck

Die hohe Nachfrage nach EPDs zeigt, wie groß deren Einfluss auf die Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden ist. Dieser Einfluss wächst ständig. So wird ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, den ökologischen Fußabdruck von Gebäuden transparent zu machen. Umweltproduktdeklarationen sind deshalb ein wichtiges Instrument in der Baubranche, um wissenschaftlich fundierte Informationen über die Umweltauswirkungen bei den Bauprodukten aufzuzeigen. Für die ganzheitliche Betrachtung nachhaltige Gebäude sind sie von großem Wert.

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