Bauwirtschaft plant Strategie gegen Fachkräftemangel

Bauwirtschaft plant Strategie gegen Fachkräftemangel
Foto: Roland Riethmüller

In der Baubranche sind Fachkräfte gefragter denn je. Die Anzahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe ist zwar im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Das kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch immer ein akuter Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft besteht. Die Bundesregierung diskutierte deshalb gemeinsam mit den Bauverbänden und der Baugewerkschaft über Lösungen zur Fachkräftesicherung.

Die Anzahl der Beschäftigten der Bauwirtschaft ist im Jahr 2018 auf rund 832.000 angestiegen. Trotzdem leidet die Branche noch immer unter einem akuten Mangel an Fachkräften. Nach den letzten Berechnungen des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung waren im Juni 2018 noch über 70.000 freie Stellen für Fachkräfte offen. Die Vertreter der Bundesregierung tauschten sich daher am 13. März 2019 in einem Spitzengespräch zu diesem Thema aus. „Die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum ist die soziale Frage unserer Zeit”, mahnt Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, und verspricht großes Engagement zur Schaffung von 1,5 Millionen neuer Wohnungen in dieser Legislaturperiode. “Dazu brauchen wir ausreichende Kapazitäten in der Bauwirtschaft und den planenden Berufen. Politik und Bauwirtschaft müssen dazu im ständigen Austausch bleiben.“

Ohne Fachkräfte kein neuer Wohnraum

„Unser Anspruch muss sein, jeder Bürgerin und jedem Bürger bezahlbaren Wohnraum zu garantieren”, erklärte auch Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales. “Damit dies gelingt, müssen wir ausreichend Wohnraum schaffen. Umso mehr kommt es darauf an, alle Fachkräftepotenziale auszuschöpfen. Ohne Fachkräfte wird schließlich kein Haus gebaut.” So waren sich auch alle Teilnehmer des Spitzengesprächs darüber einig, dass die Bauwirtschaft beim Thema Fachkräfte sehr gut aufgestellt sei. Die Unternehmen haben in den letzten Jahren aufgrund der großen Nachfrage in Personal investiert. Für das laufende Jahr 2019 geht das Bauhauptgewerbe von einer weiteren Steigerung um zwei Prozent auf 850.000 Mitarbeiter aus. Zu verdanken habe man diese Steigerung dem Zuzug von ausländischen Mitarbeitern, die sich als wichtige Säule zur Fachkräftesicherung herausgestellt haben. Die Zahl der neuen Auszubildenden ist im Vorjahr um 8,6 Prozent gestiegen.

Es herrscht immer noch ein Mangel an Fachkräften

Dennoch macht der Fachkräftemangel der Bauwirtschaft immer noch zu schaffen. Um diesem entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung eine branchenübergreifende Strategie entwickelt. „Zusätzlich zur besseren Nutzung der inländischen Potenziale und des europäischen Bewerbermarkts brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte aus Drittstaaten”, fordert Bundesinnenminister Seehofer. “Deshalb haben wir ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz auf den Weg gebracht, von dem auch die Bauwirtschaft profitieren wird und das zwei Ziele verfolgt: die weitere Reduzierung der illegalen Migration sowie die Deckung des Arbeitskräftebedarfs der Wirtschaft.“

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