Die Probleme Berlins sind hinlänglich bekannt – an allen Ecken und Enden sind Straßenschäden bemerkbar. Bisher konnte auch deshalb nicht adäquat reagiert werden, weil keiner das genaue Ausmaß der Schäden kannte. Dies soll sich jetzt mit der Zustandserfassung von Straßen, sowie Geh- und Radwegen in einem Straßenkataster ändern. Damit können Prioritäten einfacher vergeben und die vorhandenen Mittel zielgerichteter eingesetzt werden.
Gerade in Berlin mit dem starken Individual- und Güterverkehr hinterlässt der Winter jedes Jahr seine Spuren: An vielen Stellen ist der Asphalt teilweise großflächig aufgebrochen. Große Schlaglöcher gefährden den Verkehr und müssten zügig geschlossen werden. Doch vielerorts sind die genauen Ausmaße überhaupt nicht bekannt, was die Einordnung aufgrund knapper Ressourcen in Dringlichkeitskategorien unmöglich macht.
Diese Situation soll sich jetzt ändern. Das Land Berlin hat die Durchführung einer vermessungstechnischen Straßenbefahrung im kommenden Jahr beschlossen. „Mit der Zustandserfassung der Straßen, Gehwege und Radwege wird eine langjährige Forderung der Bauwirtschaft in die Tat umgesetzt“, freut sich der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg Axel Wunschel. Gleichzeitig betont Wunschel die Hoffnung auf notwendige Investitionen zur Werterhaltung der Infrastruktur.
Mit dem neuen Straßenkataster wird es der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt viel einfacher sein, sich einen Überblick über das Ausmaß der Straßenschäden zu verschaffen und Dringlichkeitskategorien für die Instandhaltung zu vergeben. Dies wiederum hilft den Abgeordneten bei der Haushaltsplanung. Insgesamt können mit dem Straßenkataster die begrenzten Mittel zur Instandhaltung wesentlich zielgerichteter eingesetzt werden.

















