Betriebe bei Fachkräftegewinnung fördern

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Foto: RainerSturm / pixelio.de

Schaut man sich die deutsche Wirtschaft an, gibt es im Grunde nicht viele Missstände zu beklagen. Jedoch bleibt der Fachkräftemangel ein anhaltendes Problem. In anderen europäischen Ländern sieht es weniger gut aus. Hier gibt es zwar durchaus Fachkräfte, aber keine adäquaten Stellen. Das Handwerk versucht daher seit einiger Zeit beide Probleme zu bekämpfen, in dem es sich die Situation zu Nutze macht und Fachkräfte aus dem europäischen Ausland anwerben möchte.

Um Fachkräfte aus dem vor allem südeuropäischen Raum zu rekrutieren, wurde in Baden-Württemberg das Förderprogramm „MobiPro-EU“ ins Leben gerufen.  Das Programm soll dazu dienen, den Fachkräftemangel in Handwerksbetrieben Baden-Württembergs zu reduzieren. Gleichzeitig möchte man die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa vermindern, in dem man südeuropäische Jugendliche für Deutschland wirbt.

Im Grundsatz ist die Idee gut und könnte auch erfolgreich sein, doch bringt sie leider auch einige Hürden mit sich. Diese könnten bewältigt werden, wenn genügend finanzielle Mittel vorhanden wären. Doch können diese Mittel nicht allein aus den Geldern des Förderprogramms bestritten werden. Deshalb fordert der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) die Landesregierung in einer Landtagsanhörung dazu auf, finanzielle Unterstützungen für dieses Projekt bereitzustellen. Die Betriebe können dies alleine definitiv nicht stemmen.

Stefan Baron, Bildungsexperte beim BWHT, fasst die vorhanden Probleme zusammen: „Der Betreuungsaufwand ist groß und Sprachprobleme sind nicht zu unterschätzen. Ohne intensiven und kontinuierlichen Sprachunterricht, verbessertes Auswahlverfahren im Heimatland und intensive Betreuung durch Kümmerer in Deutschland kommen wir nicht auf die Erfolgsspur.“

Diese Maßnahmen kosten natürlich Geld. Geld, das nur allein aus Fördermitteln leider nicht zu finanzieren sind. Sollte es von der Landesregierung nicht die gewünschte Unterstützung geben können, so steht der Erfolgt von „MobiPro-EU“ stark auf der Kippe. Dies wäre aber vor allem für die baden-württembergische Bauwirtschaft ein herber Rückschlag und absolut kontraproduktiv.

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