Die Dekarbonisierung trägt maßgeblich zum Infrastrukturwandel bei. Trotzdem rechnet nur etwas mehr als ein Drittel der Unternehmen der DACH-Region mit einer Erreichung der Dekarbonisierungsziele bis zum Jahr 2030. Denn die Städte spielen zur Bekämpfung des Klimawandels eine wichtige Rolle. Ein aktueller Report bietet wichtige Einblicke zur Debatte über den Infrastrukturwandel in den Bereichen Energiesysteme, Mobilität und Gebäude. Demnach geht es insgesamt zu langsam voran. Es seien größere Fortschritte erforderlich, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren.
Durch Dekarbonisierung kann ein Wettbewerbsvorteil für die Städte entstehen. Diese Meinung vertreten 61 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen Umfrage zum Infrastrukturwandel. Siemens Smart Infrastructure hatte dazu weltweit 1.400 Führungskräfte im Rahmen des Transition Monitors 2023 befragt. „Der Infrastrukturwandel beschleunigt sich und setzt Systeme weltweit unter Druck – von Energie über Mobilität bis hin zu Gebäuden”, erklärt Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands von Siemens und Geschäftsführer von Smart Infrastructure. “Die Weiterentwicklung der globalen Infrastrukturen ist von größter Bedeutung, um Fortschritte in den Bereichen Dekarbonisierung, Ressourceneffizienz und soziales Wohlbefinden zu ermöglichen.“ Rund 55 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass ihre Städte bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel Fortschritte gemacht hätten.
Dekarbonisierung: Unternehmen stehen unter Druck
Trotz aller Sorge um den Klimawandel besteht auch Zuversicht. Zwar rechnen immer noch 37 Prozent der Befragten damit, die Dekarbonisierungsziele bis zum Jahr 2030 nicht zu erreichen. Doch rund 62 Prozent der Unternehmen sind zuversichtlich, dass sie ihre Ziele zur Dekarbonisierung schon im kommenden Jahr erfüllen können. 52 Prozent der Unternehmen verfolgen bereits die Ziele für Scope 1- und Scope 2-Emissionen, jedoch nur 37 Prozent für Scope 3. Es zeigt sich durch diese Umfrage auch, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Erreichen der Dekarbonisierungsziele und dem Vertrauen in das Wirtschaftswachstum gibt.
Senkung der Verbrauch- und Energiekosten zu langsam
Auch das Thema Energie ist für die Unternehmen sehr wichtig. 51 Prozent gaben demnach an, dass Energie bezahlbar sein müsse. 58 Prozent bestätigten, dass sie ihre Anlagen hinsichtlich der Energieeffizienz verbessert hätten. Geht es aber um die Dekarbonisierung, dann sehen nur 34 Prozent ihre Anlagen als ausgereift an. Allerdings besteht die Hoffnung, dass innovative Lösungen genutzt werden können. Damit soll die Nachhaltigkeit und die Leistung der Gebäude ohne intensive Neubauten verbessert werden. Allerdings geht das noch nicht schnell genug.
Technologie und Digitalisierung zur Beschleunigung des Infrastrukturwandels
Zu einem erfolgreichen Infrastrukturwandel gehören Digitalisierung und Technologie. In den nächsten drei Jahren dürfte dies die größten Auswirkungen auf Dekarbonisierung und Wohlbefinden haben. Die Hälfte der Befragten sind der Ansicht, dass in der Digitalisierung ein sehr großes Potenzial stecken würde. Durch sie wären Fortschritte bei der Dekarbonisierung (59 Prozent), der Produktivität (58 Prozent) und der Energieeffizienz (53 Prozent) möglich. Positive Auswirkungen sehen die Umfrageteilnehmer auch in den Technologien zur Speicherung von Energie (48 Prozent).

















