Dachdeckerhandwerk erhöht Mindestlohn

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Foto: Roland Riethmüller

Obwohl in vielen handwerklichen Berufen der Baubranche körperlich hart gearbeitet wird, ist die Bezahlung vielerorts immer noch recht moderat. Doch das ist nur ein Aspekt. Hinzu kommt der große Konkurrenzdruck durch Dumpingpreise aus dem osteuropäischen Ausland. Auch im Dachdeckerhandwerk ist dies ein großes Problem. Umso erfreulicher ist es aber, dass nun eine Einigung im Dachdeckerhandwerk erzielt werden konnte, den Mindestlohn entsprechend anzupassen.

Im Dachdeckerhandwerk Deutschlands sind gut 70.000 Dachdecker beschäftigt, für die es ab dem kommenden und übernächsten Jahr mehr Geld geben wird. Hitzige Diskussionen wurden in den letzten Wochen zwischen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) über den Mindestlohn geführt. Das Ergebnis daraus ist äußerst positiv, denn man verständigte sich auf einen Mindestlohntarifvertrag.

Der Mindestlohntarifvertrag soll in zwei Schritten vollzogen werden. Ab 1. Januar 2014 bekommen die Beschäftigten im Osten und Westen Deutschlands statt 11,20 Euro dann 11,55 Euro pro Stunde gezahlt. Ab 1. Januar 2015 erfolgt eine Erhöhung auf 11,85 Euro. Dieser Branchenmindestlohn im Deutschen Dachdeckerhandwerk entspricht damit dem der tarifgebunden Dachdeckerbetriebe Deutschlands. Durch diese Anpassung soll vor allem auch dafür gesorgt werden, dass man konkurrenzfähig gegenüber Dumpinglöhnen von Entsendebetrieben aus dem Ausland bleibt.

Nachdem diese Einigung nun endlich gefunden wurde, liegt es jetzt an der Bundesregierung, diese unverzüglich als allgemeinverbindlich zu erklären.

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