Defizite im Straßenbau kosten Milliarden

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Foto: Roland Riethmüller

Insgesamt steht es im Allgemeinen zwar noch recht gut um die deutsche Infrastruktur. Doch laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) rechnen 64 Prozent der befragten Unternehmen mit Gewinneinbußen durch zurückgehaltene Investitionen im Straßenbau. Beeinträchtigungen sehen viele Unternehmer auch hinsichtlich der Kommunikationsnetze und der Stromversorgung. Dabei könnten sich Investitionen nachweislich recht schnell amortisieren.

Deutschland muss seinen Standortvorteil pflegen. Zwar ist die generelle Situation noch nicht bedrohlich, doch hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Befragung unter 2.800 Unternehmen ermittelt, dass bereits erste Einschränkungen vorherrschen. Besonders deutlich sind die Belastungen durch zurückgehaltene Investitionen im Straßenbau. Rund 64 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Arbeit durch Mangel im Straßenverkehrsnetz leidet. Immerhin noch 54 Prozent sehen Beeinträchtigungen durch den Zustand der Kommunikationsnetze und 43 Prozent im Bezug auf eine sichere und bezahlbare Stromversorgung.

Die IW-Forscher ermittelten einen Investitionsbedarf in Höhe von 120 Milliarden Euro für die kommenden zehn Jahre. Mit je einem Drittel für die drei Infrastrukturbereiche könnte damit der Standortvorteil für Deutschland gesichert werden. Besonders im Straßenbau geht es um die Sanierung von Autobahnen und Brücken, um die Hauptverkehrsachsen zu erhalten und auszubauen. Die Kommunikationsnetze müssen modernisiert und die Stromnetze für die Energiewende vorbereitet werden.

Auf lange Sicht rechnen sich die Investitionen in die Infrastruktur erfahrungsgemäß bereits nach vier Jahren. Denn laut Fastformel steigern Investitionen in Höhe von 10 Milliarden Euro die Wirtschaftsleistung jährlich um 2,5 Milliarden Euro.

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