Der deutsche Handwerksnachwuchs hat bei den Berufseuropameisterschaften 2010, in Lissabon großen Erfolg gehabt. Insgesamt 4 Silber- und 1 Bronzemedaille konnten abgeräumt werden. Damit haben fast alle Teilnehmer des deutschen Handwerks eine Medaille erhalten. Über mehrere Monate hatten sich die EuroSkills-Teilnehmer zusammen mit einem qualifizierten Ausbilder intensiv auf den Wettbewerb vorbereitet.
Dieses Engagement hat sich gelohnt: „Wir haben um Medaillen gekämpft, wie bei den Olympischen Spielen – hart aber fair! Und der Zusammenhalt im deutschen Team war toll“, schwärmt der frisch gebackene Silbermedaillengewinner bei den Stuckateuren, Armin Hummel aus Donzdorf (Landkreis Göppingen). Auch Georg Weißmüller, Fliesenleger aus Hünfeld (Landkreis Fulda) werden die EuroSkills, geschmückt mit einer Silbermedaille, lebenslang in Erinnerung bleiben. Das dritte Silber ging an René Giebler aus Frankfurt a. M., der sich bei den Zweiradmechanikern durchsetzte. Die vierte Medaille bekamen Woldemar Buchmüller aus Weischlitz (Vogtlandkreis) und Andreas Knurr aus Birkweiler ( Südliche Weinstraße) für ihre überzeugende gemeinsame Leistung bei den Straßenbauern. Eine Bronzemedaille kann der Kältetechniker Christian Richter aus Dresden mit nach Hause nehmen, der zudem mit Silber im Team „Installationstechnologie“ ausgezeichnet wurde.
Auch die weiteren sieben deutschen Teilnehmer aus den Bereichen Industrie und Dienstleistung konnten mit ihren Leistungen überzeugen und holten 2 Mal Gold und 2 Mal Silber.
Insgesamt haben sich vom 9. bis 12. Dezember knapp 470 junge Nachwuchsfachkräfte aus 27 Ländern in 50 verschiedenen Berufen bei den 2. EuroSkills gemessen. Erstmals wurde der Wettbewerb 2008 in Rotterdam durchgeführt, 2012 findet er in Spa Francorchamps (Belgien) statt. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks e. V. (ZDH) ist – gemeinsam mit der Initiative SkillsGermany – Mitglied im Organisationsgremium und betreut die Deutsche Mannschaft. Die Teilnahme des Deutschen Handwerks wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Das Ergebnis spricht für die handwerkliche Ausbildung in Deutschland. Nicht ohne Stolz sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) Otto Kentzler: „In einem harten, mehrtägigen Wettbewerb haben sich junge deutsche Gesellen mit den besten Nachwuchskräften Europas gemessen. Sie haben dabei bewiesen: Wir gehören mit der dualen Ausbildung zur internationalen Spitze in Europa.“

















