Kürzlich fand in Budapest die sechste Europameisterschaft der Berufe statt. Dabei konnten die 23 Fachkräfte der Deutschen Nationalmannschaft bei den diesjährigen EuroSkills wieder einmal ihr hohes Kompetenzniveau unter Beweis stellen. Insgesamt 17 Auszeichnungen, überwiegend in bauwirtschaftlichen Gewerken, sicherten sich die Teilnehmer. Handwerk und Bauwirtschaft führen die guten Leistungen auf die hohe Ausbildungsqualität der dualen Ausbildung zurück.
Vom 25. bis 29. September 2018 fand die sechste Berufseuropameisterschaft Euroskills in der ungarischen Hauptstadt Budapest statt. Freuen konnte sich die Deutsche Nationalmannschaft über drei Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen. Sieben weitere deutsche Teilnehmer erhielten die Medal of Excellence für überdurchschnittliche Leistungen. Mit diesen tollen Ergebnissen landet Deutschland mit den 17 Auszeichnungen in den Top 5 in Europa. Damit verlief die Europameisterschaft für die 23 Fachkräfte aus Handwerk, Industrie und Dienstleistungsbereich im deutschen Team äußerst erfolgreich. Zu dem Wettbewerb in Budapest waren rund 100.000 Besucher gekommen. In allen Bereichen mussten die Teilnehmer berufstypische Tätigkeiten ausüben. Vor allen Dingen ging es um Präzision und Genauigkeit. Die Teilnehmer hatten an den drei Tagen 18 Stunden Zeit, diese Aufgaben zu erledigen.
Überdurchschnittliche Leistungen der deutschen Handwerker bei den Euroskills
Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), würdigt das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Ich bin sehr stolz auf die beeindruckenden Leistungen aller Kandidatinnen und Kandidaten.” Maurer Christoph Rapp (21 Jahre) und Stuckateur Alexander Schmidt (22 Jahre) überzeugten durch eine exzellente Leistung und holten in ihren Disziplinen die Goldmedaille. Die zahlreichen Trainingsstunden und die intensive Vorbereitung hatten sich gelohnt. Nach vier Modulen und 18 Stunden harter Arbeit konnte sich Schmidt mit knappem Vorsprung gegen den zweitplatzierten Teilnehmer aus Frankreich behaupten. Entsprechend groß war auch die Begeisterung über die Siege bei der deutschen Delegation.
Silber und die Auszeichnung “Best of Nations – Best of Germany” sicherte sich Diana Reuter in der Elektroinstallation. Wollseifer würdigte diese besondere Leistung, da erstmals eine junge Frau als Punktbeste im Deutschen Team in Führung ging. “Sie beweist, dass gerade für engagierte junge Frauen im Handwerk alles möglich ist.“ Doch auch Dominik Daferner im Bereich Kälte-Klimatechnik und der Anlagenmechaniker SHK Paul-Florian Schärschmidt zeigten Bestleistungen und gewann die Silbermedaille.
Mit einer Bronzemedaille kehren darüber hinaus der Fliesenleger Cedrik Knöpfle (21 Jahre) sowie die Betonbauer Medin Murati (21 Jahre) und Timo Schön (22 Jahre) nach Deutschland zurück. Weitere Auszeichnungen sicherten sich Antje Harz im Bereich Maler & Lackierer und Benno Uhlmann als Klempner.
Erfolg durch duale Ausbildung
Besonders stolz ist Felix Pakleppa, der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Immerhin zählen die meisten Preisträger zum deutschen Nationalteam des Baugewerbes, bestehend aus Fliesenleger, Beton- und Stahlbauer sowie Maurer und Stuckateure. Gleichzeitig verwies Pakleppa auf die hohe Qualität der dualen Ausbildung in Deutschland und freut sich, wie stark das deutsche Baugewerbe mit seinen Fachkräften aufgestellt sei. “Damit sind wir für die Zukunftsaufgaben im Wohnungsbau, in der Infrastruktur und in der Gebäudesanierung bestens gerüstet.”

















