Deutschland braucht mehr Förderung im Wohnungbau

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Foto: Roland Riethmüller

Die Wohnungsnot in Deutschland ist anhaltend hoch, insbesondere in Ballungsgebieten. Doch es wird immer unattraktiver, in den Wohnungsbau zu investieren. Grund dafür sind immer wieder die fehlenden staatlichen Fördermittel. Somit besteht vor allem für große Investoren nicht wirklich einen Anreiz zum Bauen. Ein weiteres Hemmnis sind die Genehmigungsprozesse, welche häufig noch viel zu langwierig sind. Wenn hier nicht schnell ein Umdenken stattfindet, kann dies zu schwerwiegenden Problemen auf dem deutschen Wohnungsmarkt führen.

Die Mauerwerkstage 2016 stehen vor der Tür und bieten daher für den Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) den Anlass, nochmals mit Nachdruck auf die politischen Maßnahmen hinzuweisen, die für eine positive Entwicklung des Wohnungsbaus nötig sind. Thomas Sander, Vorstandsmitglied des ZDB und Vorsitzender der Bundesfachgruppe Hoch- und Massivbau im ZDB, sagt: “Wir brauchen eine verbesserte steuerliche AfA, wenn wir Mieten wollen, die deutlich unter 10 Euro pro Quadratmeter liegen. Die angekündigte Sonder-AfA in Engpassregionen muss daher umgehend auf den Weg gebracht werden.“

Bundesfördermittel müssen wirklich dem Wohnungsbau zugute kommen

Für die Mauerwerkstage 2016 ist es insbesondere der mehrgeschossige Wohnungsbau, dem man sich zugeschrieben hat. Dieser findet auch immer öfter im sozialen Wohnungsbau Anwendung und benötigt daher umso dringender die Bundesfördermittel für den sozialen Wohnungsbau für den Zeitraum von 2016 bis zum Jahr 2018. Diese wurden seitens des Bundes erst einmal verdoppelt, wodurch jedes Jahr eine Milliarde Euro zur Verfügung stehen. Doch wird das Ganze nur dann ein Erfolg werden, wenn man die Mittel auch wirklich für diesen Bereich nutze. Dies forderte auch Sander erneut mit Nachdruck.

Typenhäuser können schnelle Lösung bringen

Doch Sander sieht auch andere Optionen, um den Wohnungsbau voranzubringen. So helfen standardisierte Typenhäuser hier. Solche Häuser sind in den Bauordnungen der Länder verankert, wodurch Planungs- und Genehmigungsprozesse stark abgekürzt werden können. Dabei kann man diese Typenhäuser auch in Baulücken setzen, sowie für die Nachverdichtung in Siedlungen und Gemeinden nutzen. Damit möchte man vor allem vermeiden, dass eine gewisse Ghettobildung  die Folge wäre. Sander sagt dazu: „Wir wollen keine seriell gefertigten Mietskasernen an den Stadträndern, die neue soziale Probleme und No-Go-Areas nach sich ziehen.“

Wohnungsnot reduzieren und bezahlbaren Wohnraum schaffen

Wenn die Politik sich dieser Möglichkeit ein wenig annimmt und sie entsprechend umsetzt, wäre es wohl möglich, dass der Wohnungsbau – insbesondere der soziale – ein gutes Stück vorankommt und die Wohnungsnot ein wenig reduziert. Und auch der Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum wäre keine Utopie mehr.

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