Die großen Trends der Bauzulieferer im Jahr 2018

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Foto: Roland Riethmüller

Welches sind die angesagten Themen der Bauzulieferer für das Jahr 2018? Welche Trends sind dabei besonders von Bedeutung? Branchenexperten Florian Kaiser wagt eine Prognose und analysiert angesagte Themen. So haben Hersteller vor allem durch die Digitalisierung am Bau, das sogenannte Smart Home 2.0 und die Optimierung von Vertrieb und Lieferantenbeziehungen die größten Chancen auf nachhaltigen Erfolg.Die Bauwirtschaft und auch die Bauzulieferer stehen im Jahr 2018 vor großen Herausforderungen. Welche Themen dabei von besonderer Bedeutung sind, hat der Branchenexperte Florian Kaiser von der Münchner Unternehmensberatung Wieselhuber & Partner genauer analysiert und eine Trendeinschätzung gewagt. Demnach schreitet die Digitalisierung des Bauens und aller am Bau Beteiligten ständig voran. Dies zeigt sich auch beim Vertriebsnetz. Der Außendienst, als wichtigste Komponente im Vertrieb muss diesen neuen Anforderungen gewachsen sein. Wichtiger als je zuvor sind hervorragende Bindungen der Lieferanten an das Kundennetz. Dies ist zum Beispiel im privaten und gewerblichen Bereich das Smart Home 2.0, also die Vernetzung immer mehr technische Geräte im Haushalt oder Büro.BIM – Building Informations Modeling – Digitale Modelle für das Bauen im TrendBIM bedeutet eigentlich, dass im Bauwesen immer mehr die Digitalisierung Einzug hält. Nur wenige Bauzulieferer befassen sich jedoch bisher mit diesem neuen Trend. Hersteller, Fachplaner, Bauträger und Ausführende nutzen noch viel zu wenig die Digitalisierung, um das Bauen optimaler zu gestalten. Dabei birgt die Digitalisierung der Wertschöpfungskette, beginnend bei der Planung, der Produktion, dem Einkauf bis hin zur Auslieferung an den Kunden und dem Einsatz in Bauvorhaben noch ein reichhaltiges, bis jetzt wenig genutztes Potenzial. Ziel ist dabei ein auf der Baustelle bedarfsgerechter Abruf der erforderlichen Produkte und Materialien. Diese Entwicklung stellt natürlich die Funktion der Zwischenhändler infrage. Daher ist es ratsam, wenn die Zwischenhändler versuchen, sich frühzeitig im neuen Modell der Wertschöpfungskette sinnvoll zu integrieren.Smart Home 2.0 – die gemeinsame Linie der Industrie fehlt nochSmart Home 2.0 ist besonders dann hilfreich, wenn sich die Branche einig ist. Eine fragmentierte Marktbearbeitung der Unternehmen verhindert dies noch. Jeder Player versucht einzeln, ein großes Stück des Kuchens zu ergattern. So funktioniert das jedenfalls in der Zukunft nicht. Hier ist Kooperation gefragt. Auch müssen Standards so festgelegt werden, dass sie gesamtheitlich wirken. Genau dies ist das Ziel von Smart Home 2.0. Leider sind wir davon immer noch weit entfernt. Alle am Markt agierenden Teilnehmer müssen das Thema beherrschen und weiterbringen.Vertrieb und Vertriebsperformance für die Zukunft planenAktuell erfreut sich das Fachhandwerk einer guten Auftragslage. Daher müssen sich die Hersteller an diese Situation anpassen. Die Unternehmen sollten daher ihren wichtigsten Kontakt zum Kunden, den Außendienst, gezielter und wirkungsvoller einsetzen. So ist mehr auf die konkreten Bedürfnisse der Fachhandwerker einzugehen, was für alle Beteiligten zu einem Mehrwert führt. Nur so entsteht die gewünschte engere Lieferantenbindung. Wer das als Bauzulieferer meistert, wird in Zukunft bei optimalen Produkten auf der Gewinnerseite des Marktes agieren.

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