Der kürzliche Teileinsturz der Carolabrücke in Dresden verdeutlicht die dringende Notwendigkeit staatlicher Investitionen in die deutsche Infrastruktur. Erste Untersuchungen weisen auf Korrosion als Ursache hin – trotz laufender Sanierungsarbeiten. Damit wirft der Vorfall ein kritisches Licht auf den Zustand vieler Brücken aus den 1960er bis 1980er Jahren. Die Bauwirtschaft fordert, durch regelmäßige Inspektionen und rechtzeitige Modernisierungen der Bausubstanz ähnliche Katastrophen zu verhindern.
In Dresden ist Mitte letzter Woche in der Nacht ein etwa 100 Meter langer Teil der Carolabrücke eingestürzt. Zum Glück wurde niemand verletzt. Die ersten Untersuchungen zeigen, dass offenbar Korrosion die Ursache für den Einsturz war. Demnach ist der Brückeneinsturz weder auf eine erhöhte Verkehrs- oder Schneelast noch durch eine andere außergewöhnliche Lasteinwirkung zurückzuführen. Obwohl die Brücke seit dem Jahr 2019 saniert wurde, ist die Brücke schlicht unter ihrer Eigenlast zusammengebrochen. „Es sieht wohl so aus, als wenn die eingestürzte Brücke ein trauriges Symbol der deutschen Infrastruktur ist und uns den dringenden Handlungsbedarf vor Augen führt“, erklärt Wolfgang Schubert-Raab, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB). Denn viele Brücken in Westdeutschland seien im Zeitraum zwischen den Jahren 1960 und 1985 gebaut wurden und hätten jetzt ein gewisses Alter erreicht.
Brückeneinsturz – Staatliche Investitionen werden gebraucht
Dieser Brückeneinsturz macht mehr als deutlich, dass staatliche Investitionen dringend notwendig seien, um die Brücken in Deutschland zu sichern. Dabei geht es nicht nur um die Gefahrenabwehr, sondern auch um eine leistungsfähige Infrastruktur. Die Instandhaltung der Brücken dürfte auf keinen Fall unterschätzt werden. Dabei seien der Zustand der Brücken laut dem BDB-Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) sehr gut dokumentiert und in regelmäßigen Abständen in die Statistiken veröffentlicht. Der Streit über den Bundeshaushalt ist noch nicht beigelegt, da zwingt der Brückeneinsturz die Politiker zum schnellen Handeln. Es ist nur gut, dass es keine Verletzten oder Tote gegeben hat, denn das hätte eine andere Dramatik erzeugt.
Regelmäßige Inspektionen und rechtzeitige Modernisierung der Brücken
Um gravierende Schäden erkennen zu können, fordert der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik alle Bauwerke nach DIN 1076 für Ingenieurbauten und VDI 6200 regelmäßig zu überprüfen. Zwar sei laut VDI-Geschäftsführer Frank Jansen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht endgültig geklärt, was zum Brückeneinsturz der Carolabrücke in Dresden geführt habe. Doch gerade dies unterstreicht die Notwendigkeit von regelmäßigen Inspektionen, um einen solchen Brückeneinsturz in Zukunft zu verhindern. Hier sei einmal mehr die Politik in der Verantwortung, um künftig derartige Vorfälle zu vermeiden


















Die Aussagen von Hr. Jansen in diesem Artikel stehen seinem Interview in der „Wirtschafs Woche“ vom 11.09.2024 diametral gegenüber. Dort sagt er: „Wir brauchen keine Gesetzesänderungen. Es ist alles gut geregelt. Wenn wir ehrlich miteinander sind, müssen wir einfach sagen: In jedem noch so perfekten System kann es Fehler geben.“
Vor allem der letzte Satz in Ihrem Bericht ist ohne Präzisierung substanzlos und wirkt für mich wie ein einfache Lösung á la „die Politik ist an allem was schlecht läuft Schuld“.