Duale Studiengänge in Bauwirtschaft immer beliebter

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Foto: Martin N. / pixelio.de

Bedingt durch den demografischen Wandel, wird uns der Fachkräftemangel noch einige Jahre begleiten. Deswegen den Kopf in den Sand zu stecken und diese Situation immer wieder zu beklagen, ist eine Möglichkeit. Eine wesentlich erfolgreichere besteht darin, Gegenmaßnahmen zu entwickeln und die Situation als Chance zu sehen. Duale Studiengänge sind in der Bauwirtschaft ein immer beliebteres Mittel, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Keiner möchte bestreiten, dass der Fachkräftemangel ein Problem für die deutsche Wirtschaft und vor allem auch für die Bauwirtschaft darstellt. Dennoch hilft es nicht, sich die Wunden zu lecken und zu warten, bis sich an dieser Situation etwas ändert. Vielmehr sollten Betriebe aktiv daran arbeiten, Schulabgänger für sich zu gewinnen. Duale Studiengänge sind ein Weg dazu, denn die Vorteile für die Betriebe und Absolventen sind immens groß und bedeuten einen Profit für beide Seiten.

Die Situation in der Bauwirtschaft ist sehr angespannt, wenn es um die Besetzung offener Stellen geht. Immerhin dauerte die Besetzung ausgeschriebener Positionen bis zu drei Monate und damit deutlich länger als im Durchschnitt aller Branchen (2,5 Monate). Insbesondere Bauingenieure sind dabei stark nachgefragt.

Bei den Bauingenieuren hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass das duale Studium immer attraktiver wird, weil es einfach Praxis und Theorie optimal kombiniert. Am Ende eines dualen Studiums ist man schon viel versierter in praktischen Themen als dies ein rein universitäres Studium ermöglicht.  Die Zahl der Studienanfänger bei dualen Studiengängen zeigt den Erfolg schwarz auf weiß. Immerhin haben sich die Zahlen zwischen dem Jahr 2006 und 2008 mehr als verfünffacht.

Speziell das Bauingenieurswesen ist einer der nachgefragtesten Bereiche. Seit dem Jahr 2004 lässt sich beim Bauingenieur-Studiengang  ein Anstieg um 150 Prozent erkennen. Wenn man dabei berücksichtigt, dass der Anstieg aller dualen Studiengänge gerade einmal bei 80 Prozent liegt, sind das beachtliche Unterschiede.

Die Vorteile für Absolventen und Betriebe liegen im Grunde ganz deutlich auf der Hand. Die Absolventen profitieren von Beginn an von der Praxisorientierung und binden sich unter Umständen früh an das Unternehmen, in dem sie das duale Studium durchführen. Damit werden auch bestimmte betriebliche Relevanzen für die Absolventen wesentlicher klarer und verständlicher, was im späteren Berufsleben weitere Vorteile nach sich ziehen kann. Vielleicht ist auch genau das der Grund dafür, dass wesentlich weniger Abbrüche bei dualen Studiengängen verzeichnet werden als bei universitären.

Für die Unternehmen sind die Vorteile ebenfalls ziemlich schnell erkannt. Auch hier ist die Bindung an den Betrieb ein Vorteil, denn so bildet man sich seine Fachkräfte schließlich aus erster Hand aus. Darüber hinaus werden Betriebe, die duale Studiengänge unterstützen, durch die SOKA-BAU gefördert.

Alles in allem wird die aktuelle Lage immer mehr dazu führen, dass duale Studiengänge verstärkt Einzug in unsere Gesellschaft erhalten und dem Fachkräftemangel so wirksam entgegenwirken.

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