Eine gute Ausbildung, praktisch wie theoretisch, wird immer wichtiger in unserer Zeit. Auch das Handwerk hat das erkannt und setzt sich dafür ein, seine Beschäftigten hier zu unterstützen. Seit vielen Jahren bewährt hat sich dabei die duale Ausbildung oder auch das Duale Studium. Gerade beim Dualen Studium sollte man aber darauf achten, ob dieses für die Handwerksbetriebe überhaupt noch sinnvoll ist. Denn letztlich ist keinem geholfen, wenn die Abschlüsse derart hoch sind, dass der Handwerksbetrieb hier in der Praxis überhaupt nicht mehr unterstützen kann.
Dass die duale Ausbildung sich seit langer Zeit großer Beliebtheit erfreut, ist hinlänglich bekannt. Ebenfalls sehr erfolgreich ist aber auch das Duale Studium. Immerhin gibt es dieses Modell aus Hochschule und betriebspraktischen Anteil bereits seit 40 Jahren.
So beliebt und erfolgreich das Duale Studium auch ist, so sehr sollte man sich aber auch bewusst machen, dass die immer höheren Anforderungen der Hochschule teilweise von den Betrieben in der Praxis nicht mehr geleistet werden können. Immerhin wurden mit der Umstellung der Diplomstudiengänge auf Bachelor- und Masterstudiengänge auch die Studieninhalte immer umfangreicher. Genau dies können die klassischen Partner des Dualen Studiums – nämlich kleine und mittelständische Handwerksbetriebe – den Absolventen in der Praxis kaum noch vermitteln. Damit wiederum fehlt aber im Umkehrschluss irgendwann zwangsläufig die Basis für ein Duales Studium.
Ob unter diesen Umständen das Modell „Duales Studium“ noch zukunftsträchtig ist, kann durchaus in Frage gestellt werden. Denn letztlich sollte der Handwerksbetrieb seine Kernkompetenz weiterhin in seiner handwerklichen Leistung sehen. Damit würde dann aber den Hochschulen eine wesentliche größere Bedeutung zukommen, in dem sie nämlich dafür sorgen, dass den Absolventen beispielsweise wissenschaftliche Teilzeitstudiengänge vermittelt werden, bei denen sie die benötigten Lerninhalte vermittelt bekommen.

















