Elektrohandwerk freut sich über weibliche Auszubildende

Elektrohandwerk freut sich über weibliche Auszubildende
Foto: Roland Riethmüller

Entgegen der Entwicklung in anderen Bereichen erfreut sich das Elektrohandwerk über mehr Auszubildende. Besonders erfreulich ist, dass sich die Zahl der weiblichen Lehrlinge ebenfalls erhöht hat. Damit hebt sich dieses Gewerk deutlich von den Zuwächsen im Gesamthandwerk ab. Besonders zurückzuführen ist das auf die aktive Nachwuchsförderung im Elektrohandwerk.

Die Elektrobetriebe konnten für das Ausbildungsjahr 2019/2020 rund 15.717 neue Ausbildungsverträge abschließen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 0,9 Prozent und setzt damit das Wachstum weiter fort. Im Gegensatz dazu schnitten die anderen Gewerke nicht so gut ab. Hier war die Zahl der Auszubildenden mit einem Minus von 1,7 Prozent rückläufig. Die Ursachen dafür liegen unter anderem daran, dass sich viele Schulabgänger für ein Studium statt einer Ausbildung entschieden. Von dieser Entwicklung sind zwar auch die E-Handwerke betroffen, doch bisher gab es keinen Rückgang bei den Neuverträgen. Rund 43.250 junge Menschen erlernen einen elektrohandwerklichen Beruf.

Die Zahl der weiblichen Auszubildenden ist gestiegen

Erfreulich ist ebenfalls, dass der Anteil von weiblichen Auszubildenden im E-Handwerk ebenfalls deutlich angestiegen ist. Insgesamt waren es 408 Frauen, die einen Ausbildungsvertrag für das Jahr 2019/2020 unterschrieben haben. Das sind 63 mehr als im Vorjahr, was wiederum einem Plus von 18,3 Prozent entspricht. Das Hauptaugenmerk liegt dabei im Bereich „Elektronikerin Energie- und Gebäudetechnik“ . Aufgrund von Smart Home, Elektromobilität und Energieeffizienz zählt besonders dieser Bereich zu den Wachstumsbereichen.

Elektrohandwerk fördert den Nachwuchs

„Nachwuchswerbung ist für uns in den Elektrohandwerken ein enorm wichtiges Thema – und das nicht erst, seit der Fachkräftebedarf sichtbar steigt“, erklärt Hans Auracher, Vizepräsident des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), verantwortlich für den Bereich Ausbildung. Weiterhin betonte er, dass es umso erfreulicher ist, dass sich durch das Engagement junge Leute für eine Lehre im E-Handwerk begeistern konnten. Es ist allerdings noch schöner, dass sich so viele Frauen für diesen Bereich interessieren. Um das Elektrohandwerk weiterhin für Auszubildende an Attraktivität zu erhöhen, hat der ZVEH im Spätsommer 2019 die Neuordnung der Ausbildungsberufe beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie angestoßen. Geplant ist die Neuschaffung des Berufes „Elektroniker für Gebäudesystemintegration“.

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