Fachkräftemangel im Handwerk: Zwei Drittel denken ans Aufgeben

Foto: Roland Riethmüller

Der Fachkräftemangel im Handwerk spitzt sich dramatisch zu: Laut einer aktuellen Umfrage denken fast zwei Drittel der Beschäftigten über einen Branchenwechsel nach. Besonders alarmierend ist die hohe Wechselbereitschaft für das laufende Jahr 2025. Unzufriedenheit, fehlende Wertschätzung und veraltete Arbeitsbedingungen treiben viele aus dem Beruf. Die Ergebnisse zeigen: Es braucht mehr als Nachwuchs – die Branche steht vor einem grundlegenden Kulturwandel, um Fachkräfte langfristig zu halten und die Bauwirtschaft zukunftsfähig aufzustellen.

Das Handwerk und die Bauwirtschaft kämpfen seit Jahren mit einem zunehmenden Fachkräftemangel. Doch aktuelle Umfragedaten zeichnen ein viel besorgniserregenderes Bild: Denn es sind nicht nur grundsätzlich qualifizierte Arbeitskräfte rar, viele denken zunehmend auch darüber nach, der Branche vollständig den Rücken zu kehren. Eine gemeinsame Befragung der beiden Startups HERO Software und PowerUs unter mehr als 600 Beschäftigten im deutschen Handwerk zeigt, dass rund zwei Drittel der Teilnehmenden bereits über einen Ausstieg aus dem Handwerk nachgedacht haben. Besonders gravierend: Rund 70 Prozent planen konkret oder möglicherweise einen Wechsel ihres Arbeitsplatzes im Jahr 2025. Das verdeutlicht, dass sich der Personalmangel nicht allein durch Neueinstellungen oder Nachwuchsförderung lösen lässt. Denn selbst unter den derzeit Beschäftigten ist die Unzufriedenheit weit verbreitet. Etwa 30 Prozent der Befragten geben an, mit ihrer aktuellen Arbeitssituation unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden zu sein. Die Ursachen dafür liegen tief und reichen von fehlender Anerkennung über mangelnde Entwicklungsperspektiven bis hin zu unzeitgemäßer Ausstattung im Arbeitsalltag.

Klare Erwartungen, denn Wertschätzung ist kein „Nice to have“

An erster Stelle der Kritik steht für fast die Hälfte der Beschäftigten ein Mangel an Wertschätzung. Fehlende Weiterbildungsmöglichkeiten, geringe Aufstiegschancen und ein oft rauer Umgangston verschärfen das Bild. Nur etwa ein Fünftel der befragten Fachkräfte gibt an, rundum zufrieden mit ihrer aktuellen beruflichen Situation zu sein. Gleichzeitig zeigen die Daten auch klare Handlungsfelder auf: So wünschen sich 62 Prozent der Befragten eine höhere Entlohnung und 52 Prozent ein systematisches Weiterbildungsangebot. Auch regelmäßige Feedbackgespräche und eine betriebliche Gesundheitsvorsorge stehen hoch im Kurs.

Moderne Anforderungen an Führung und Ausstattung

Was einen attraktiven Arbeitsplatz im Handwerk heute ausmacht, geht allerdings weit über Gehaltstabellen hinaus. „Eine faire Bezahlung ist für 96 Prozent der Handwerker:innen das zentrale Merkmal“, heißt es in der Auswertung. Doch auch der Umgang im Team zählt: 89 Prozent der Befragten wünschen sich ein wertschätzendes Miteinander und ein gutes Betriebsklima. Führungskräfte, die respektvoll kommunizieren und moderne Arbeitsmittel bereitstellen, haben heute mehr denn je Einfluss auf die Mitarbeiterbindung. 65 Prozent der Befragten legen Wert auf hochwertige Ausstattung – ein klares Signal an Betriebe, auch hier nicht zu sparen.

Statt höherer Zahlen ist ein Kulturwandel im Handwerk nötig

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Der Fachkräftemangel im Handwerk ist längst mehr als ein zahlenbasiertes Problem. Es geht um Erwartungen, um Kultur und um Perspektiven. Wer als Betrieb zukunftsfähig bleiben will, muss in Menschen investieren und damit in die Grundlage jeder erfolgreichen Bauleistung.

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Es geht nicht nur um den Fachkräfte magel . Es geht im allgemeinen um den Preis welcher nicht mehr bezahlt wird , um die laufenden Kosten decken . Due zahlungsmoral der öffentlichen Auftraggeber. Und konkret das unterbieten der Preise . Auf deutsch gesagt alles ist zu teuer . Jeder will mitverdienen und nicht effektives dafür tun ..sei es nur eine Genehmigung..das wiederum schraubt den preis nach oben …was der kind o der Arbeiter zu sprühen bekommt ..eine einfachere Genehmigung wäre vorteilhafter… weniger brürokratie …in Genehmigungsverfahren.. und eine andere zahlungsmoral …wären schon ein mal ein anfang …verdient wird das geld mit bauen ..und produzieren ..bicht mit Genehmigungen und langen Verhandlungen

Dem ist im Prinzip nichts hinzu zufügen.

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